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Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Das europäische Kulturerbejahr wirft seine Schatten voraus. Das ZKG hat sich erfolgreich mit einem Projekt im Rahmen der EU-Kampagne Sharing Heritage beworben. Das Projekt "Von Sachsen nach Europa" will das europäische Erbe der Herrnhuter bewusst machen und insbesondere die Akteure an den historischen Stätten der Herrnhuter Siedlungen zusammenbringen. Zum Auftakt des Netzwerktreffens des Europäischen Kulturerbejahres 2018 am 12. Dezember 2017 im Martin-Gropius-Bau Berlin stellte Dr. Lars-Arne Dannenberg das Projekt vor.

Im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei organisierte und veranstaltete das Zentrum Kultur //Geschichte am Sitz der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Schützenhof, das Symposium "100 Jahre Freistaat Sachsen". Eingeladen waren Akteure aus Wissenschaft, Politik und Kultur, um zu erfahren, ob diese vielschichtige Epoche in Ausstellungen, Theater oder Film dargestellt wird und werden kann. Das Symposium diente dem Gedankenaustausch und der Netzwerkbildung.

Foto: Dr. Lars-Arne Dannenberg im Gespräch mit Werne Rellecke von der SLpB

Die Lutherdekade neigt sich dem Ende entgegen. Aller Orten lässt man die Ereignisse Revue passieren. In Wittenberg fand am 25. November 2017 die zentrale Abschlussveranstaltung mit der Fragestellung "Was bleibt?" statt. Dr. Lars-Arne Dannenberg vom Zentrum für Kultur // Geschichte stellte das internationale Verbundprojekt "Gesichter der Reformation" vor und diskutierte im Anschluss in der Podiumsrunde gemeinsam mit Alexander Garth, Christian Otto, Dr. Stefan Rhein, Astrid Mühlmann, Hathumar Drost und Ulrich Seelemann wie die dabei gemachten Erfahrungen für künftige Ereignisse und Jubiläen fruchtbar gemacht werden können. 

Der Elberadweg erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Jährlich sind tausende Radfahrer zwischen der deutsch-tschechischen Grenze und Hamburg unterwegs. Das Zentrum für Kutlur//Geschichte hat nun einladende und hochwertige Radwegetafeln entwickelt, die an mehreren Standorten auf beiden Seiten der Elbe aufgestellt wurden und auf die Sehenswürdigkeiten Mühlbergs hinweisen und zu einem Besuch der Stadt einladen.

Am 23. Oktober 2017 veranstalteten das Verbindungsbüro des Freistaats Sachsen in Prag, die Deutsche Botschaft in Prag, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und drei protestantische Kirchen in der Tschechischen Republik einen Festabend zum Gedenken an die Reformation vor 500 Jahren. Die Festveranstaltung begann in der sächsischen Vertretung und damit an einem historischen Ort: dem Wendischen Seminar auf der Prager Kleinseite. Hier waren die Ausstellungen „Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien“ sowie eine Präsentation zu den Epitaphien in Zittau aufgebaut worden. Nach Grußworten von Dr. David Michel, dem Leiter des sächsischen Verbindungsbüros, und Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, hielt Dr. Matthias Donath vom Zentrum für Kultur//Geschichte die Festrede. Er sprach über „Spuren der Reformation im böhmisch-sächsischen Grenzraum“ und betonte das gemeinsame grenzüberschreitende Erbe der Reformation, das in der Tschechischen Republik von drei evangelischen Kirchen weitergetragen wird. Anwesend waren der Patriarch der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, Tomáš Butta, der Bischof der Schlesischen Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses, Magister Tomáš Tyrlík, als Vertreter der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder der Kirchenrat für Internationale Beziehungen dieser Kirche, Dr. Oliver Engelhardt, sowie der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Dr. Carsten Rentzing. Anschließend wurde der Festabend in der Deutschen Botschaft im Lobkowicz-Palais fortgesetzt, wo Botschafter Dr. Christoph Israng die Gäste in den historischen Räumlichkeiten empfing. Unter den Gästen befand sich neben zahlreichen Kirchenvertretern Prinzessin Johanna von Lobkowicz, geb. Gräfin von Castell-Castell.

Unter dem Thema „Vertreibung –Neuansiedlung – Integration. Migrationsprozesse links und rechts der Neiße nach 1945“fanden am 21.10.2017 die Krobnitzer Gespräche auf Schloss Krobnitz bei Görlitz statt. Sie wurden durch das Zentrum für Kultur//Geschichte organisiert. Ausgangspunkt waren die Präsentation der Ergebnisse des in der Trägerschaft der Zittauer Museen stehenden und durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien geförderten Forschungsprojekts „Ich konnte meinen Hof doch sehen. Vertreibung und Integration im Zittauer Zipfel 1945-1950/51“ sowie ein Fazit.

 Außerdem wollten wir mit den Vertriebenen noch einmal ins Gespräch kommen.

In seinen nachdenklich stimmenden Grußworten wies der Görlitzer Landrat Bernd Lange darauf hin, dass uns heute wieder Flucht und Vertreibung ganz plastisch vor Augen stehen, auch wenn dies nicht mit den Ereignissen vor reichlich 70 Jahren vergleichbar ist. Die Verwerfungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind in nahezu jeder Familie im deutsch-polnischen Grenzgebiet in irgendeiner Weise präsent.

>Dr. Lars-Arne Dannenberg skizzierte zunächst die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten rechts der Neiße und ihren Neuanfang und Integration auf dem linken Neißeufer, während Dr. Matthias Donath die polnische Inbesitznahme und Besiedlung der rechtsseitigen Gebiete vorstellte. Einen Sonderfall stellte die weitgehend geschlossene Ansiedlung vertriebener Deutscher aus dem Gablonzer Raum in Nordböhmen aufgrund aufeinander aufbauender Gewerke in einer hochspezialisierten Schmuckindustrie dar, was sogar zur Ortsgründung von Neu Gablonz auf einem ehemaligen Militärgelände in der Nähe von Kaufbeuren führte. Zwar musste die Leiterin des Isergebirgsmuseums in Neu Gablonz, Ute Hultsch, aufgrund einer Erkrankung ihre Teilnahme kurzfristig absagen, sie stellte aber einen eindrücklichen Kurzfilm zur Verfügung. Schließlich erläuterte Dr. Jens Baumann vom Sächsischen Ministerium des Innern die Anstrengungen des Freistaates bei der Umsetzung der Vorgaben von § 96 BVFG bei der Pflege des Kulturgutes der Vertriebenen und Flüchtlinge sowie der Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Am 12. November 2017 präsentierte das Verbindungsbüro des Freistaats Sachsen in Brüssel die Ausstellung "Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, in Böhmen und Schlesien" in der Deutschen Botschaft in Belgien – und damit im Herzen der Europäischen Union. Etwa 130 Gäste, überwiegend aus den Institutionen der EU, folgten der Einladung. Im Anschluss an die Begrüßung durch den deutschen Botschafter und Bernd Lange, Landrat des Landkreises Görlitz sowie Kulturkonventsvorsitzender, hielt Dr. Matthias Donath die Festrede, in der er die Bedeutung der Oberlausitz als Ort der Glaubensfreiheit und Toleranz im Zeitalter der Glaubensspaltung hervorhob. Dabei ging er unter anderem auf das international bedeutsame Wirken der Herrnhuter Brüdergemeine ein, einer evangelischen Freikirche, die in der Oberlausitz ihre Wurzeln hat. Die Vertreter der Botschaften Tschechiens und Polens trugen sehr persönliche Gedanken vor. So erzählte die Vertreterin der tschechischen Botschaft von ihrem Vater, einem Pfarrer der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, und der Verfolgung ihrer Kirche während der kommunistischen Herrschaft.

Vor 500 Jahren wurde erstmals der Begriff „Lommatzscher Pflege“ verwendet. Dieses Jubiläum, das in Lommatzsch und Umgebung mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wird, bot den Anlass, dieser geschichtsträchtigen Region ein Themenheft der „Sächsischen Heimatblätter“ zu widmen. Seit 2015 arbeiteten die Herausgeber der größten sächsischen Heimatzeitschrift an dieser Idee. Sie konnten zahlreiche Akteure aus der Lommatzscher Pflege zur Mitarbeit gewinnen, darunter zwei ehemalige Bürgermeister sowie eine aktive Bürgermeisterin. Nunmehr ist das Heft, die Ausgabe 4/2017 der „Sächsischen Heimatblätter“, erschienen. In 15 Beiträgen gibt es auf 150 Seiten einen umfassenden Überblick über Naturraum, Geschichte, Landschaft und Dorfentwicklung.

Die Publikation wird kostenfrei abgegeben. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Förderverein für Heimat und Kultur in der Lommatzscher Pflege e.V. unter der Tel.: 03521 – 4760821 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alternativ können Sie einzelne Hefte auch direkt beim Zentrum für Kultur//Geschichte, Dorfstraße 3, 01665 Käbschütztal OT Niederjahna abholen oder sie sich gegen eine Versandkostenpauschale von 5,00 Euro (für Verpackung, Versandmaterial, Porto) zusenden lassen.

Die „Sächsischen Heimatblätter“ berichten in einen breiten Überblick über Kunst, und Kultur, Natur und Denkmalpflege, Geschichte und Volkskunde. Dabei berücksichtigen sie alle Landschaften der sächsischen Heimat. Jeder Jahrgang umfasst bis zu 500 Seiten mit durchgängig farbigen, reich illustrierten und verständlichen geschriebenen Beiträgen. Bestellungen richten Sie bitte an:

Zentrum für Kultur//Geschichte, Dorfstraße 3, 01665 Niederjahna oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Konzept, einzelne Kulturlandschaften Sachsens in Geschichte und Gegenwart vorzustellen, wollen die Herausgeber der „Sächsischen Heimatblätter“ zukünftig auch auf andere sächsische Regionen übertragen. Dadurch können auch andere LEADER-Gebiete eine wesentliche stärkere Beobachtung erfahren, was sich wiederum auf die Identität und das Gemeinschaftsgefühl auswirkt.