Auf Initiative des Zentrum für Kultur//Geschichte fand vom 3.-5. April in Breslau die internationale Konferenz „Evangelisches Erbe in Osteuropa“ statt. Die durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland geförderte Tagung wurde von Generalkonsulin Elisabeth Wolbers eröffnet. Akteure aus Polen, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Rumänien und Deutschland sowie Vertreter der deutschen Botschaften in den Ländern waren der Einladung des ZKG und des Deutschen Kulturforum östliches Europa gefolgt, um über Bedeutung und Wirkung der Reformation und ihr Erbe in Ost- und Südosteuropa zu diskutieren und die vielfältigen Aktivitäten im Hinblick auf das Lutherjubiläum vorzustellen. Die Tagung öffnete nicht nur ein weiteres Fenster in die ost- und südosteuropäische Geschichte, sondern lenkte den Blick erstmals auf die gegenwärtigen Bezüge  und sparte auch nicht die Sorgen und Nöte aus. Einleitend hatte Prof. Jan Harasimowicz die Entwicklungen im evangelischen Kirchenbau in Südosteuropa skizziert und so die Verbindendungslinien Europas aufgezeigt. Am folgenden Tag wurde auf die Situation in den jeweiligen Ländern eingegangen. Den Abend beschloss ein Gottesdienst in der Christophorikirche Breslau nach der Ordnung der Formula missae Martin Luthers von 1523, ehe am Mittwoch Thomas Maruck durch das Breslau der Reformation führte. Die Tagungsergebnisse sollen in geeigneter Form veröffentlicht werden. 

Professor Jan Harasimowicz während der Diskussion (Foto: Annemarie von Kap-herr)