Die vom Zentrum für Kultur//Geschichte erstellte Sonderausstellung über den Meißner Bischof Johann von Salhausen wurde am Pfingstmontag, 21. Mai 2018, mit einem ökumenischen Gottesdienst im Wurzener Dom und einem feierlichen Auftakt in der St. Wenceslaikirche eröffnet. Die Ausstellung füllt das Kirchenschiff der Wenceslaikirche, die vor mehr als 500 Jahren durch Johann von Salhausen als spätgotische Hallenkirche errichtet wurde. Das Dresdner Büro Whitebox schuf eine raumgreifende Ausstellungsinszenierung, die die Exponate und Beschriftungen überzeugend zusammenfasst. Der Ausstellung gingen rund 5 Jahre Gespräche mit Institutionen in Wurzen und möglichen Förderern in Sachsen voraus. Schließlich hat sich die Große Kreisstadt Wurzen entschieden, diese Ausstellung alleine zu stemmen – keine Selbstverständlichkeit für eine Stadt dieser Größe! Mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Wurzen fanden wir einen verlässslichen Partner, der den Ausstellungsraum zur Verfügung stellte. Erfreulich ist auch, wie viele Leihgeber (überwiegend aus dem kirchlichen Raum) hochwertige Exponate nach Wurzen gegeben haben. So wurde ein spätgotischer Flügelaltar von der Dorfkirche in Niederstriegis bei Roßwein nach Wurzen umgesetzt - ein großer und ungewöhnlicher Kunsttransport. Eine Bereicherung sind auch die Prozessionsstangen aus der Kapelle in Nauhain, die zusammen mit anderen Leihgaben aus Kamenz, Dippoldiswalde und Meißen einen sinnlichen Eindruck vom kirchlichen Leben am Vorabend der Reformation vermitteln. Die Ausstellung widmet sich nicht nur dem Leben und Wirken des Bischofs Johann von Salhausen, sondern versucht allgemein zu erklären, was ein Bischof  für Aufgaben hatte und wie Bistum und Hochstift Meißen in die politischen und kirchlichen Strukturen Sachsens eingebunden waren. Bewusst haben wir uns dabei für eine einfache, verständliche Sprache entschieden. Erzähler der Ausstellung ist der Bischof selbst. Er tritt in lebensgroßen Zeichnungen auf. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Ausstellung sind in der Ausgabe 2/2018 der „Sächsischen Heimatblätter“ veröffentlicht.

Die Ausstellung kann noch bis 3. Oktober 2018 besichtigt werden. Sie ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Vor Ort kann ein Kurzführer (4,00 Euro) erworben werden.

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