Die Bodenreform, die 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone durchgeführt wurde, veränderte nicht nur die gewachsenen Besitzverhältnisse auf dem Lande, sondern ging mit einer bespiellosen Zerstörung des Kulturerbes einher.

Um die Erinnerung an die enteigneten Gutsbesitzer auszulöschen, ordnete die sowjetische Besatzungsmacht im September 1947 an, die ehemaligen Herrensitze abzubrechen. Allein in Sachsen wurden etwa 300 Schlösser und Herrenhäuser sowie zahlreiche Rittergutsgebäude zerstört. Die Ausstellung, die ursprünglich für das Schloss Nossen konzipiert war und dort 2010/11 gezeigt wurde, dokumentiert die geplante Denkmalvernichtung am Beispiel von zehn zerstörten Schlössern der Familie von Schönberg. Die Texte und Bilderserien verdeutlichen anschaulich, welche Wunden die Bodenreform in den Dörfern hinterlassen hat.