Aktuelles

Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Wir wünschen allen Freunden, Kollegen und Partnern des Zentrum für Kultur//Geschichte Schaffenskraft und viel Erfolg im Jahr 2019!

Das ZKG erstellt 2019 neun Ausstellungen oder entwickelt dafür die Konzeption, u.a. die neue Dauerausstellung "Militär und Garnison in Königsbrück", "Mythos August" für die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, "Land am Klosterwasser" für das Sorbische Museum... Außerdem sind mehrere Publikationen in Vorbereitung, wie eine Studie zu den Ereignissen von Vertreibung und Integration im Zittauer Zipfel 1945-1951 oder der Band "Lebensbilder des sächsischen Adels IV: Aufsteiger und Eliten im sächsischen Adel".

Das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. bittet geeignete Unternehmen um Bewerbungen um die Teilnahme an einer beschränkten Ausschreibung.

Die beschränkte Ausschreibung umfasst Satz und Druck einer Broschüre (Herrnhuter-Siedlungen in Europa), beinhaltend den Satz der Broschüre in sieben verschiedenen Sprachen bei gleichem Inhalt und den Druck von 40.000 Exemplaren, davon 10.000 Exemplaren in deutscher Sprache und je 5.000 Exemplare in polnischer, tschechischer, niederländischer, dänischer, französischer und englischer Sprache. Die verschiedenen Sprachfassungen sowie die Abbildungen werden vom Zentrum für Kultur und Geschichte bereitgestellt.

Der Anbieter muss seine besondere Eignung vorweisen, insbesondere seine besondere Erfahrung im Umgang mit Mehrsprachigkeit, da die Satzleistungen in mehreren Sprachen zu erbringen sind. Daher werden die Bewerber gebeten, nachzuweisen, dass sie mehrsprachige Satzleistungen ausgeführt haben, idealerweise für Publikationen und Broschüren, die mit gleichem Inhalt in mehreren Sprachen hergestellt wurden. 

Anbieter, die sich am Teilnahmewettbewerb beteiligen möchten, werden gebeten eine formlose Bewerbung mit Nachweis der besonderen Eignung bis spätestens 19. Januar 2019 an das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V., Dorfstraße 3, 01665 Käbschütztal OT Niederjahna oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! abzugeben.

Am 8. Dezember 2018 wurde die nunmehr sechste Ausstellung eröffnet, die das Zentrum für Kultur//Geschichte im Jahr 2018 inhaltlich betreut hat. Im Mai wurde das ZKG mit der Neukonzeption des Heimatmuseums Radeburg beauftragt. Nach Sichtung der aufgrund der Sanierung des Gebäudes ausgelagerten Museumsbestände wurden die inhaltlichen Schwerpunkte für die Museumsräume festgelegt und mit Ausnahme der Texte im künftigen Heinrich-Zille-Kabinett sowie der Beschriftung der archäologischen Objekte sämtliche Texte entwickelt. Das Heimatmuseum schildert die Geschichte der sächsischen Kleinstadt von den Anfängen bis zur Gegenwart. Erstmals wird auf die Bedeutung als Karnevalshauptstadt Sachsen hingewiesen. Attraktionen der Ausstellung sind u.a. der "Zinnschatz", die Sammlung der Radeburger Schützengesellschaft, Waffen sowie Mobiliar aus dem 19. Jahrhundert. Am Beispiel der Schuhmacherwerkstatt der Familie Hasenpflug wird die Bedeutung des Handwerks für die Entwicklung der Kleinstadt vorgestellt.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte verantwortete 2018 die Neugestaltung von zwei Dauerausstellungen (Dommuseum Meißen, Heimatmuseum Radeburg) und von vier Sonderausstellungen (Museum Mühlberg 1547, Wenceslaikirche Wurzen, Schloss Pillnitz, Schloss Weesenstein). Außerdem erstellten wir ein Konzept zur Neugestaltung des Stadtmuseums Niesky.

In diesem Jahr jährte sich die Gründung des ersten sächsischen Freistaates zum hundertsten Mal. Der verlorene Ersten Weltkrieg und die nachfolgende Revolution hatten mit dem Ende der Monarchie und der Ausrufung einer Republik Sachsen einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel bewirkt – ein Ereignis, von dem im Freistaat Sachsen leider kaum Notiz genommen wurde. Lediglich die Sonderausstellung „Macht euern Dreck alleene. König Friedrich August III. von Sachsen, das Ende der Monarchie und seine Schlösser“ auf Schloss Pillnitz und die wissenschaftliche Konferenz „Die Revolution 1918/19 und ihre Folgen“ haben die Ereignisse beleuchtet. Die Konferenz, organisiert vom Zentrum für Kultur//Geschichte und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, fand am 15. und 16.11.2018 in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung statt.

Erfreulich war, dass sich zahlreiche Schüler im Leistungskurs Geschichte sowie weitere Interessierte an beiden Tagen eingefunden hatten und lebhaft die Ereignisse diskutierten, so dass die SLpB und das ZKG ihrem Bildungsauftrag gerecht wurden und es nicht zu einem bloßen Diskurs im sprichwörtlichen gelehrten Elfenbeinturm wurde.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte kuratierte die neue Dauerausstellung des Dommuseums im Dom zu Meißen. Der erste Teil des neugestalteten Dommuseums wurde am 31. Oktober 2018 eröffnet - im Anschluss an einen Festgottesdienst, mit dem Hochstift und Domkapitel zu Meißen ihr 1050-jähriges Bestehen feierten.

In den Ostteilen des Meißner Doms waren bereits 1999 Museumsräume eingerichtet worden. Diese waren Teil des Besucherrundgangs. Die Ausstellung informierte über die Kirchengeschichte Sachsens, ging aber zu wenig auf den Meißner Dom selbst ein. Nach fast zwanzig Jahren war die damals geschaffene Ausstellung außerdem in die Jahre gekommen. Auf Anregung des Hochstifts Meißen erarbeitete Dr. Matthias Donath gemeinsam mit der Dresdner Agentur Whitebox ein neues, modernes Konzept, welches die Besonderheiten des Meißner Doms stärker in den Mittelpunkt rückt. Ein Animationsfilm erklärt, wie das Bistum Meißen und der Meißner Dom entstanden sind und was die heute kaum noch verständlichen Begriffe „Domkapitel“ und „Hochstift“ bedeuten. Die Ausstellung ist so angelegt, dass die Besucher selbst auf eine Entdeckungsreise gehen können: sie hören, sehen und fühlen, was es mit dem Meißner Dom auf sich hat. Zum Beispiel kann man in dem Raum, der sich Archiv und Kanzlei widmet, Pergament ertasten, ein Siegel aufstempeln und in einer Medienstation probieren, alte Schrift zu lesen. 

Die Ausstellung ist vollständig zweisprachig, deutsch und englisch. Auf diese Weise soll das internationale Publikum stärker angesprochen werden. Der Meißner Dom ist eine der wichtigsten touristischen Destinationen im Landkreis Meißen. Die Neugestaltung des Dommuseums trägt mit dazu bei, dass der Meißner Dom ein attraktives Ziel für Besucher bleibt, gerade weil über das Erlebnis des eindrucksvollen architektonischen und spirituellen Monuments hinaus eine Vertiefung in moderner Art und Weise angeboten wird.

Die Neugestaltung der Museumsräume war nur möglich, weil Fördermittel bereitgestellt wurden, die das Zentrum für Kultur//Geschichte maßgeblich eingeworben hat. Den größten Anteil stellte die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Meißen zur Verfügung. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ermöglichte die Herstellung des Animationsfilms. Weitere Mittel steuerte der Meißner Dombau-Verein bei.

Die Neugestaltung erstreckt sich zunächst nur auf zwei Räume östlich des Domchors. Der Raum im Kellergeschoss des Kapitelhauses widmet sich dem Meißner Dom im Mittelalter. Ein zweiter neu gestalteter Raum dort, wo sich ehemals der Domshop befand, berichtet über Archiv und Kanzlei und stellt die Bedeutung Meißens für die Ausbreitung der neuhochdeutschen Schriftsprache heraus. Die ersten beiden Museumsräume konnten noch nicht einer Neugestaltung unterzogen werden. Dies soll in den kommenden Jahren nachgeholt werden, verbunden mit einer Neupräsentation der zahlreichen Cranach-Gemälde, die sich im Bestand des Meißner Doms befinden.

Mehr als 200 Personen nahmen am 13. November 2018 an der Enthüllung eines Gedenksteines in der nordwestlichen Oberlausitz teil. Vor 100 Jahren hatte König Friedrich August III. von Sachsen im Schloss Guteborn um 14 Uhr seinen Thronverzicht erklärt. Es handelt sich nicht nur um irgendeinen Gedenkstein, sondern er ist dem Schreibtisch nachempfunden, den sogar das Blatt aus Granit mit den fünf Worten "Ich verzichte auf den Thron." ziert. Anschließend hielt Dr. Lars-Arne Dannenberg einen Vortrag unter dem Titel "Macht euern Dreck alleene", in dem er das Schicksal Friedrich Augusts III. in die Verhältnisse der Zeit einordnete. Die Veranstaltung wurde von den Heimatvereinen Königsbrück, Ortrand, Ruhland, der Gemeinde Guteborn und dem Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. organisiert. 

Am 27.10.2018 wurde auf Schloss Weesenstein die durch das Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Ausstellung "Böhmen ist mein Heimatland! Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918-1945" eröffnet. Die durchgehend zweisprachige Ausstellung erzählt von den Licht- und Schattenseiten des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in der ersten Tschechoslowakischen Republik und dem Reichsgau Sudetenland. Ein reich bebilderter Begleitband ergänzt die Ausstellung. Sie ist bis zum 31.03.2019 zu sehen.

Im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres hat sich das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. mit dem Projekt "Von Sachsen nach Europa" beteiligt. Dem ZKG ist es gelungen für die Tagung "Das Erbe der Herrnhuter in Europa. Spiritualität - Architektur - Siedlungen" vom 21. bis 23.10.2018 Teilnehmer aus ganz Europa, darunter Nordirland, England, Niederlande, Dänemark und natürlich Deutschland, nach Herrnhut einzuladen. Sie stellten ihre Aktivitäten vor, um die herrnhutischen Ideen, Ideale und das krichliche Leben in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit der Tagung wurden zugleich der aktuellen Weltkulturerbe-Bewerbung Herrnhuts neue Impulse gegeben.

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