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Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Ca. 70 Mio. Menschen in Europa gehören einer der 378 nationalen Minderheiten oder Volksgruppen an. In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium des Inneren veranstaltet das Zentrum für Kultur // Geschichte am 20.06.2019 im Schlesischen Museum Görlitz einen Diskussionsabend unter dem Motto "Minderheiten bereichern Europa". Dazu berichten Vertreten der deutschen Minderheit in Polen und Ungarn sowie Vertreter der friesischen Volksgruppe und der sorbischen Minderheit in Deutschland von ihren Erfahrungen, den rechtlichen Rahmenbedingungen in ihren Ländern und kulturellen Besonderheiten.

Informationen finden Sie hier.

Die Gemeinden entlang des Klosterwassers gehören zu den sog. sorbischen Kerngemeinden. Hier haben sich sorbische Kultur und Sprache über alle Brüche und Zäsuren hinweg bis heute im Alltag erhalten. Warum ist das so? Was sind die Ursachen und Bedingungen für dieses Phänomen? Wodurch unterscheiden sich die Dörfer am Klosterwasser von den Nachbargemeinden? Diesen Fragen wird auf dem Symposium „Land am Klosterwasser“ am 6.6.2019 im Sorbischen Museum Bautzen anhand von vier unterschiedlichen Perspektiven und Zugriffen nachgegangen, dem geschichtlichen - dem kirchlich-konfessionellen, dem sozialen und dem gesellschaftlich-politischen Diskurs. Eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrum für Kultur und Geschichte e.V., des Christlich-Sozialen Bildungswerks Sachsen Miltitz e.V. und des Sorbischen Museums Bautzen.

Am 10. und 11. Mai 2019 veranstaltete das Zentrum für Kultur//Geschichte gemeinsam mit dem Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum-Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis sowie der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung eine Tagung zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Sachsen. Der ländliche Raum hat in den letzten knapp 30 Jahren teilweise dramatische Veränderungen durchlaufen. Die meisten Dörfer mussten eine gewaltige Abwanderung hinnehmen, gepaart mit einem gesellschaftlichen Wandel. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurden diese Entwicklungen aufgezeigt und diskutiert. 

Ein besonderes Spannungsmoment ergab sich daraus, dass Theorie und Praxis gegenübergestellt wurden. Während die Referate die Dorfentwicklung in Sachsen seit der politischen Wende 1989/90 beschrieben (Gerhart Pasch), die demographischen Strukturen und Entwicklungen (Tim Leibert), die Veränderungen von Kirche im ländlichen Raum aufgriffen (Dirk Mütze) sowie den Umgang mit Kulturgut im ländlichen Raum hinterfragten (Matthias Donath) oder die ländlichen Räume in Sachsen herausarbeitete (Stephan Beetz) bis hin zur Vorstellung der Förderinstrumente des ländlichen Raums (Henning Kuschnig), berichteten Manfred Probst und Georg Ludwig von Breitenbuch von ihren Erfahrungen aus der Landwirtschaft. Während der eine ökologische Landwirtschaft betreibt, ackert der andere gemäß konventioneller Methoden. 

Die Beiträge werden in einem Themenheft der Sächsischen Heimatblätter veröffentlicht.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte und das Evangelische Zentrum Ländlicher Raum-Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis veranstalten gemeinsam eine Tagung zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Sachsen. Auf der Tagung „Die Verwandlung des Landes“ beschäftigen sich Experten aus verschiedenen Bereichen mit den Veränderungen, die sich in den Dörfern und ländlichen Gebieten Sachsens seit der Friedlichen Revolution 1989/90 vollzogen haben. Dabei wird deutlich, wie eng Licht- und Schattenseiten beieinander liegen. Viele Dörfer haben nichts mehr mit der Landwirtschaft zu tun, die Einwohnerzahlen gingen drastisch zurück, Schulen und Gasthöfe mussten schließen. Andere Dörfer profitieren durch ihre Nähe zu Großstädten und wuchsen durch den Bau von Einfamilienhaussiedlungen. Die Landwirtschaft ist äußerst produktiv, braucht aber viel weniger Menschen als früher und ist starker Kritik ausgesetzt, weil die ökologische Vielfalt verlorengeht. Die Beiträge der Tagung wollen analysieren, in welchem Zustand sich unsere Dörfer und Kleinstädte heute befinden und welche Zukunftsperspektiven es gibt. Das Programm finden Sie hier, Anmeldungen nimmt das Evangelische Zentrum Ländlicher Raum in Kohren-Sahlis entgegen.

2018 war von der Europäischen Union zum Europäischen Kulturerbejahr ausgerufen worden. Auch das ZKG beteiligte sich mit dem Projekt "Von Sachsen nach Europa", das die Herrnhuter Siedlungen in Europa vorstellt und zu einer europäischen Kulturroute verbindet. Am 2. April fand auf Schloss Charlottenburg in Berlin ein Netzwerktreffen statt, wo die Ergebnisse der einzelnen Projekte vorgestellt und diskutiert wurden.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte entwickelt die Modellausstellung „Land am Klosterwasser“ (Arbeitstitel). Projektträger ist das Christlich-Soziale Bildungswerk mit Sitz in Miltitz bei Kamenz. 2023 soll die Ausstellung im Sorbischen Museum gezeigt werden. Ausgehend von der Tatsache, dass entlang des Klosterwassers die sog. sorbischen Kerngemeinden liegen, sollen die besonderen Bedingungen dieser Entwicklung aufgezeigt werden Die Schwierigkeit des Ausstellungsvorhabens besteht in der Darstellung von Identitäten, emotionalen Empfindungen und Gefühlen, denn es geht nicht darum, einen Blick in die Vergangenheit dieser Mikroregion zu werfen, sondern in erster Linie den gegenwärtigen status quo zu erfassen und zu vermitteln. Die historischen Traditionslinien sind dabei lediglich ein Aspekt, der im Laufe der Jahrhunderte durch soziale, gesellschaftliche und religiöse Transformationsprozesse starken Wandlungen ausgesetzt war und vielfach überformt wurde.

Foto: Am 7.3.2019 trafen sich die Projektpartner Christina Bogusz (Sorbisches Museum), Dr. Robert Lorenz (Sorbisches Institut), Dawid Statnik (Domowina), Jan Jeschke und Peter Neunert (beide CSB), Dr. Matthias Donath und Dr. Lars-Arne Dannenberg (beide ZKG) in den Räumen des Sorbischen Museums zu einem weiteren Arbeitstreffen (v.r.n.l.; Foto: CSB)

Rundum zufrieden zeigte sich der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG), Dr. Christian Striefler, mit dem Jahresergebnis 2018. 50.000 Besucher haben die vom Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Sonderausstellung „Macht euern Dreck alleene. König Friedrich August III. von Sachsen, das Ende der Monarchie und seine Schlösser“ im Schloss Pillnitz gesehen. Das ist Besucherrekord! Nie zuvor hat eine Sonderausstellung in Pillnitz mehr Besucher angelockt. Das zeigt, dass man nicht nur auf Action und Spielereien an Medienstationen setzen muss, sondern die Besucher bereit sind, auch spannende Texte zu lesen, zu hören und seltene Exponate zu studieren, meinte Dr. Striefler zu dem überraschenden Publikumserfolg. Das ZKG freut sich, zum positiven Jahresergebnis der SBG beigetragen zu haben!

Und auch die zweite, vom ZKG für die SBG entwickelte Sonderausstellung „Böhmen ist mein Heimatland. Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918-1945“ auf Schloss Weesenstein erfreut sich eines ungebrochenen Besucherinteresses. Sie ist noch bis Ende März zu sehen, ehe sie nach Ustí nad Labem (Aussig) wandern wird.

Wir wünschen allen Freunden, Kollegen und Partnern des Zentrum für Kultur//Geschichte Schaffenskraft und viel Erfolg im Jahr 2019!

Das ZKG erstellt 2019 neun Ausstellungen oder entwickelt dafür die Konzeption, u.a. die neue Dauerausstellung "Militär und Garnison in Königsbrück", "Mythos August" für die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, "Land am Klosterwasser" für das Sorbische Museum... Außerdem sind mehrere Publikationen in Vorbereitung, wie eine Studie zu den Ereignissen von Vertreibung und Integration im Zittauer Zipfel 1945-1951 oder der Band "Lebensbilder des sächsischen Adels IV: Aufsteiger und Eliten im sächsischen Adel".

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