Aktuelles

Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Vom 8. Juni bis 10. Juni 2018 traf sich die Historische Kommission des Sächsischen Adels in Dresden. Schwerpunktthema der durch das Zentrum für Kultur // Geschichte organisierten Veranstaltung war dieses Mal die Umbruchzeit nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Ende der Monarchie und den revolutionären Ereignissen bis zur Gründung des ersten sächsischen Freistaates. Zum Auftakt wurde die durch das Zentrum für Kultur // Geschichte kuratierte Sonderausstellung "Macht euern Dreck alleene" in Schloss Pillnitz besucht. Anschließend tagten die Teilnehmer auf Einladung des Hausherrn Dr. Hoch in der Loschwitzer Villa des früheren sächsischen Ministers Max von Hausen. Die Tagung schloss eine Exkursion zu den nach 1918 verbliebenen wettinischen Gütern um Dresden.

Die vom Zentrum für Kultur//Geschichte erstellte Sonderausstellung über den Meißner Bischof Johann von Salhausen wurde am Pfingstmontag, 21. Mai 2018, mit einem ökumenischen Gottesdienst im Wurzener Dom und einem feierlichen Auftakt in der St. Wenceslaikirche eröffnet. Die Ausstellung füllt das Kirchenschiff der Wenceslaikirche, die vor mehr als 500 Jahren durch Johann von Salhausen als spätgotische Hallenkirche errichtet wurde. Das Dresdner Büro Whitebox schuf eine raumgreifende Ausstellungsinszenierung, die die Exponate und Beschriftungen überzeugend zusammenfasst. Der Ausstellung gingen rund 5 Jahre Gespräche mit Institutionen in Wurzen und möglichen Förderern in Sachsen voraus. Schließlich hat sich die Große Kreisstadt Wurzen entschieden, diese Ausstellung alleine zu stemmen – keine Selbstverständlichkeit für eine Stadt dieser Größe! Mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Wurzen fanden wir einen verlässslichen Partner, der den Ausstellungsraum zur Verfügung stellte. Erfreulich ist auch, wie viele Leihgeber (überwiegend aus dem kirchlichen Raum) hochwertige Exponate nach Wurzen gegeben haben. So wurde ein spätgotischer Flügelaltar von der Dorfkirche in Niederstriegis bei Roßwein nach Wurzen umgesetzt - ein großer und ungewöhnlicher Kunsttransport. Eine Bereicherung sind auch die Prozessionsstangen aus der Kapelle in Nauhain, die zusammen mit anderen Leihgaben aus Kamenz, Dippoldiswalde und Meißen einen sinnlichen Eindruck vom kirchlichen Leben am Vorabend der Reformation vermitteln. Die Ausstellung widmet sich nicht nur dem Leben und Wirken des Bischofs Johann von Salhausen, sondern versucht allgemein zu erklären, was ein Bischof  für Aufgaben hatte und wie Bistum und Hochstift Meißen in die politischen und kirchlichen Strukturen Sachsens eingebunden waren. Bewusst haben wir uns dabei für eine einfache, verständliche Sprache entschieden. Erzähler der Ausstellung ist der Bischof selbst. Er tritt in lebensgroßen Zeichnungen auf. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Ausstellung sind in der Ausgabe 2/2018 der „Sächsischen Heimatblätter“ veröffentlicht.

Die Ausstellung kann noch bis 3. Oktober 2018 besichtigt werden. Sie ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Vor Ort kann ein Kurzführer (4,00 Euro) erworben werden.

Auf der Jahreshauptversammlung des Mitteldeutschen Kulturrates in Bonn am 27.04.2018 wurde der Direktor des Zentrum für Kultur//Geschichte, Dr. Lars-Arne Dannenberg, in den Beirat der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat gewählt. Die Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat (http://www.stiftung-mkr.de) fördert gemäß ihrem Satzungszweck Kultur und Wissenschaft im mitteldeutschen Raum, unterstützt Kulturveranstaltungen, Publikationen und Ausstellungen. Zu diesem Zweck gibt sie das Mitteldeutsche Jahrbuch für Kultur und Geschichte sowie den vier Mal im Jahr erscheinenden Kultur-Report heraus.

Im Kirchenschiff der Wenceslaikirche in Wurzen wird momentan eine raumgreifende Inszenierung aufgebaut. Sie ist Teil unserer Sonderausstellung, die ab 21. Mai 2018 an den Meißner Bischof Johann von Salhausen erinnert. Die kulturgeschichtliche Schau, die das Zentrum für Kultur//Geschichte im Auftrag der Stadt Wurzen geplant hat, würdigt den Einfluss des Kirchenfürsten auf Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur am Vorabend der Reformation. Am 9. Mai wurde die wertvollste Leihgabe angeliefert: Ein riesiges, über 40 Kilogramm schweres Chorbuch, das Johann von Salhausen für den Gottesdienst im Meißner Dom herstellen ließ. Zwei Restauratoren der Vereinigten Domstifter zu Merseburg, Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz holten die kostbare Last aus der Transportverpackung und platzierten sie in die eigens für dieses Buch angefertigte Vitrine.

Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath sind 2018 für fünf Sonder- und Dauerausstellungen verantwortlich. Dem Zentrum für Kultur//Geschichte oblagen jeweils die inhaltliche Recherche, das Verfassen der Ausstellungstexte, die Auswahl der Exponate sowie Absprachen mit Leihgebern. Damit hat sich das Zentrum für Kultur//Geschichte als verlässlicher Dienstleister für Museen und andere kulturhistorische Einrichtungen etabliert.

Unsere Ausstellungen 2018:

  1. Museum Mühlberg 1547 in Mühlberg/Elbe: Viele Wege führen nach Wittenberg. Kaiser Karl V. und sein Tross in Mühlberg und Mitteldeutschland 1546/47. Die Ausstellung des Museumsverbunds Landkreis Elbe-Elster wurde am 23. März eröffnet und ist noch bis 31. Oktober 2018 zu sehen.

  2. Schlossmuseum Pillnitz: „Macht Euern Dreck alleene!“ Der letzte sächsische König, seine Schlösser und die Revolution 1918. Die diesjährige Premium-Ausstellung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen wurde am 27. April eröffnet. Bis zum 4. November kann man sich über König Friedrich August III. und die Revolution in Sachsen informieren.

  3. St. Wenceslaikirche Wurzen: Mein Glauben! Meine Macht! Johann von Salhausen. Bischof – Bauherr – Landesvater. Die Ausstellung der Großen Kreisstadt Wurzen erinnert an einen bedeutenden Bischof von Meißen am Vorabend der Reformation. Die Ausstellungseröffnung findet am Pfingstmontag statt.

  4. Schloss Weesenstein: Böhmen ist mein Heimatland! Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918 – 1945. Die Ausstellung des Zentrums für Kultur//Geschichte gemeinsam mit den Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten Sachsen erinnert an das über Jahrhunderte fruchtbare Zusammenleben der Deutschen und Tschechen in Böhmen, das durch die nationalistischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts endete. Anlass der Ausstellung ist die Gründung der Tschechoslowakischen Republik vor 100 Jahren.

  5.  Dommuseum Meißen: Das Zentrum für Kultur//Geschichte ist mit der Planung für die Neugestaltung des Museums im Dom zu Meißen beauftragt worden. Der erste Teil des vollständig neugestalteten Dommuseums wird am 31. Oktober 2018 eröffnet werden.

Am 27. April 2018 eröffnete vor mehr als 200 geladenen Gästen die diesjährige Sonderausstellung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten (SBG) im Pillnitzer Schlosshof. Unter dem Titel „Macht euern Dreck alleene. Der letzte sächsische König, seine Schlösser und die Revolution 1918“ stellt sie vor dem Hintergrund des Endes der Monarchie und dem Schicksal des sächsischen Königshauses die revolutionären Ereignisse am Ende des Ersten Weltkrieges und den fundamentalen gesellschaftlichen Wandel in den Mittelpunkt. In seiner Eröffnungsansprache verwies Dr. Christian Striefler, Direktor der SBG, darauf, dass dies die einzige Ausstellung sei, die sich den Ereignissen der Novemberrevolution und der Gründung des ersten sächsischen Freistaates widmet.

Für die von Kuratoren Dr. Matthias Donath und Dr. Lars-Arne Dannenberg vom Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Ausstellung konnten bemerkenswerte, geschichtsträchtige Exponate zusammengetragen werden, wie der Originalschreibtisch, an dem Friedrich August seinen Thronverzicht unterzeichnete, oder bislang nie gezeigte Exponate aus dem Schlössern des Königshauses, deren Schicksal exemplarisch die schwierigen Verhandlungen zum Ausgleichsvertrag im Zusammenhang mit der Fürstenenteignung 1924 beleuchten, oder eine schirmlose Mütze (Krätzchen) mit rot übermalter Kokarde, die seinen Träger als Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats auswies. 

Die Ausstellung ist bis zum 4. November im Schloss Pillnitz geöffnet.

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter gleichnamiger Begleitband erschienen, der spannend und unterhaltsam verschiedene Facetten beleuchtet. 

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2018 zum "Europäischen Kulturerbejahr" ausgerufen. Projekte in allen Ländern der EU sollen das kulturelle Erbe sichtbar machen und einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat 30 deutsche Projekte ausgewählt. Eines davon wurde vom Zentrum für Kultur//Geschichte organisiert und vorgeschlagen: Unter der Überschrift "Die Herrnhuter. Von Sachsen nach Europa" widmen wir uns dem Erbe der Herrnhuter. 

Die weltumspannende Bewegung der Herrnhuter Brüdergemeine nahm in Sachsen ihren Ausgang. 1722 hatte Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700-1760) auf den Fluren des Ritterguts Berthelsdorf in der Oberlausitz (Sachsen) Glaubensflüchtlinge aus Mähren angesiedelt, denen die Ausübung des evangelischen Glaubens im Königreich Böhmen verboten worden war. So entstand 1722 die Siedlung Herrnhut. Eine Abendmahlsfeier am 13. August 1727 wurde als Erweckungserlebnis empfunden. Seither gilt dieser Tag gilt als Gründungstag der Evangelischen Brüder-Unität (auch Mährische Brüder, Moravians), einer weltweit verbreiteten evangelischen Freikirche.

Ausgehend von Herrnhut, dem zentralen Bezugspunkt der Glaubenstradition der Brüdergemeine, bildete sich ein europaweites Netzwerk von Niederlassungen der Herrnhuter heraus. Diese ca. 30 Orte zeichnen sich durch ein ganz eigenes, unverwechselbares Gepräge aus, das in vielen Orten bis heute ablesbar ist. In 7 europäischen Ländern bestehen noch lebendige oder ehemalige Herrnhuter-Siedlungen.

Ziel des Projektes ist es, ein Netzwerk der Herrnhuter-Siedlungen in Europa aufzubauen. Eingebunden werden alle, die heute die Herrnhuter-Siedlungen nutzen, betreiben, mit Leben erfüllen oder touristisch vermarkten. Über den Aufbau eines Netzwerk-Büros, gegenseitige Besuche und die Veranstaltung einer Konferenz in Herrnhut sollen die Verbindungen zwischen den Akteuren gestärkt werden. Zudem soll ein Wegweiser zu den Orten der Herrnhuter in sechs Sprachen herausgegeben werden. So entsteht eine europäische Kulturroute, die anhand des Erbes der Herrnhuter so wichtige Werte wie Glaubensfreiheit, Respekt vor anderen Sprachen und Kulturen sowie die Überwindung nationaler und konfessioneller Grenzen vermittelt.

Die Sonderausstellung im Museum "Mühlberg 1547" in Mühlberg/Elbe thematisiert die Reise Kaiser Karls V. im Jahr 1547 durch  Mitteldeutschland. Die Idee, ausgehend von der Schlacht bei Mühlberg den Weg des Kaisers zu behandeln, geht auf eine internationale Initiative  zurück: Der Landkreis Elbe-Elster trat 2017 dem Netzwerk "Europäische Kulturrouten Kaiser Karl V." bei, welches sich dem Erbe des deutschen Kaisers und spanischen Königs widmet. So entstand der Gedanke, die Reise des Kaisers aus dem süddeutschen Raum bzw. dem böhmischen Eger nach Wittenberg in einer Sonderschau zu rekonstruieren. 1547 führte Kaiser Karl V. ein Heer an, welches die evangelischen Reichsstände seiner Herrschaft unterwerfen wollte. Dank der Berichte eines spanischen Chronisten ist es möglich, alle Stationen des Kriegszuges nachzuzeichnen. Die Ausstellung zeigt, welche Spuren dieser Kriegszug in mitteldeutschen Raum hinterlassen hat. So wird auf der Burg Gnandstein bis heute an den Aufenthalt des Kaisers erinnert. Und in Glauchau-Jerisau ist ein Kaiserbildnis erhalten, welches der Legende nach von einem Hofmaler im Tross des Kaiser gefertigt worden sein soll.
Zu den reizvollen Inszenierungen der Sonderausstellung gehören zwei Medienstationen, die die Inhalte der Ausstellung spielerisch vermitteln: Auf einem Pferdesattel sitzend, kann man sich anhören, welche Absichten der Kaiser mit seinem Kriegszug hatte und was er dachte, als er 1547vor dem Grab Martin Luthers stand. Eine weitere Medienstation mit Touchscreen enthält 
einen Kaiser-Quiz. Hier können Kinder wie Erwachsene ihr Wissen testen.
Die Ausstellung hat den Titel "Viele Wege führen nach Wittenberg. Kaiser 
Karl V. und sein Tross in Mitteldeutschland und Mühlberg 1547". Sie wird am Freitag, 23. März 2018 um 16.00 Uhr im Museum "Mühlberg 1547" eröffnet und ist dort bis Ende Oktober zu sehen.

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