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Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte kuratierte die neue Dauerausstellung des Dommuseums im Dom zu Meißen. Der erste Teil des neugestalteten Dommuseums wurde am 31. Oktober 2018 eröffnet - im Anschluss an einen Festgottesdienst, mit dem Hochstift und Domkapitel zu Meißen ihr 1050-jähriges Bestehen feierten.

In den Ostteilen des Meißner Doms waren bereits 1999 Museumsräume eingerichtet worden. Diese waren Teil des Besucherrundgangs. Die Ausstellung informierte über die Kirchengeschichte Sachsens, ging aber zu wenig auf den Meißner Dom selbst ein. Nach fast zwanzig Jahren war die damals geschaffene Ausstellung außerdem in die Jahre gekommen. Auf Anregung des Hochstifts Meißen erarbeitete Dr. Matthias Donath gemeinsam mit der Dresdner Agentur Whitebox ein neues, modernes Konzept, welches die Besonderheiten des Meißner Doms stärker in den Mittelpunkt rückt. Ein Animationsfilm erklärt, wie das Bistum Meißen und der Meißner Dom entstanden sind und was die heute kaum noch verständlichen Begriffe „Domkapitel“ und „Hochstift“ bedeuten. Die Ausstellung ist so angelegt, dass die Besucher selbst auf eine Entdeckungsreise gehen können: sie hören, sehen und fühlen, was es mit dem Meißner Dom auf sich hat. Zum Beispiel kann man in dem Raum, der sich Archiv und Kanzlei widmet, Pergament ertasten, ein Siegel aufstempeln und in einer Medienstation probieren, alte Schrift zu lesen. 

Die Ausstellung ist vollständig zweisprachig, deutsch und englisch. Auf diese Weise soll das internationale Publikum stärker angesprochen werden. Der Meißner Dom ist eine der wichtigsten touristischen Destinationen im Landkreis Meißen. Die Neugestaltung des Dommuseums trägt mit dazu bei, dass der Meißner Dom ein attraktives Ziel für Besucher bleibt, gerade weil über das Erlebnis des eindrucksvollen architektonischen und spirituellen Monuments hinaus eine Vertiefung in moderner Art und Weise angeboten wird.

Die Neugestaltung der Museumsräume war nur möglich, weil Fördermittel bereitgestellt wurden, die das Zentrum für Kultur//Geschichte maßgeblich eingeworben hat. Den größten Anteil stellte die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Meißen zur Verfügung. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ermöglichte die Herstellung des Animationsfilms. Weitere Mittel steuerte der Meißner Dombau-Verein bei.

Die Neugestaltung erstreckt sich zunächst nur auf zwei Räume östlich des Domchors. Der Raum im Kellergeschoss des Kapitelhauses widmet sich dem Meißner Dom im Mittelalter. Ein zweiter neu gestalteter Raum dort, wo sich ehemals der Domshop befand, berichtet über Archiv und Kanzlei und stellt die Bedeutung Meißens für die Ausbreitung der neuhochdeutschen Schriftsprache heraus. Die ersten beiden Museumsräume konnten noch nicht einer Neugestaltung unterzogen werden. Dies soll in den kommenden Jahren nachgeholt werden, verbunden mit einer Neupräsentation der zahlreichen Cranach-Gemälde, die sich im Bestand des Meißner Doms befinden.

Mehr als 200 Personen nahmen am 13. November 2018 an der Enthüllung eines Gedenksteines in der nordwestlichen Oberlausitz teil. Vor 100 Jahren hatte König Friedrich August III. von Sachsen im Schloss Guteborn um 14 Uhr seinen Thronverzicht erklärt. Es handelt sich nicht nur um irgendeinen Gedenkstein, sondern er ist dem Schreibtisch nachempfunden, den sogar das Blatt aus Granit mit den fünf Worten "Ich verzichte auf den Thron." ziert. Anschließend hielt Dr. Lars-Arne Dannenberg einen Vortrag unter dem Titel "Macht euern Dreck alleene", in dem er das Schicksal Friedrich Augusts III. in die Verhältnisse der Zeit einordnete. Die Veranstaltung wurde von den Heimatvereinen Königsbrück, Ortrand, Ruhland, der Gemeinde Guteborn und dem Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. organisiert. 

Am 27.10.2018 wurde auf Schloss Weesenstein die durch das Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Ausstellung "Böhmen ist mein Heimatland! Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918-1945" eröffnet. Die durchgehend zweisprachige Ausstellung erzählt von den Licht- und Schattenseiten des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in der ersten Tschechoslowakischen Republik und dem Reichsgau Sudetenland. Ein reich bebilderter Begleitband ergänzt die Ausstellung. Sie ist bis zum 31.03.2019 zu sehen.

Im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres hat sich das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. mit dem Projekt "Von Sachsen nach Europa" beteiligt. Dem ZKG ist es gelungen für die Tagung "Das Erbe der Herrnhuter in Europa. Spiritualität - Architektur - Siedlungen" vom 21. bis 23.10.2018 Teilnehmer aus ganz Europa, darunter Nordirland, England, Niederlande, Dänemark und natürlich Deutschland, nach Herrnhut einzuladen. Sie stellten ihre Aktivitäten vor, um die herrnhutischen Ideen, Ideale und das krichliche Leben in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit der Tagung wurden zugleich der aktuellen Weltkulturerbe-Bewerbung Herrnhuts neue Impulse gegeben.

Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias haben sich in einem Forschungsprojekt auf Spurensuche zu den Ereignissen von Flucht, Vertreibung und Integration nach Kriegsende im ehemaligen Kreis Zittau begeben. Das an den Städtischen Museen Zittau angesiedelte Projekt wurde durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gefördert, denn es ist vielleicht eine der letzten Gelegenheiten, vor allem Zeitzeugen zu befragen, um so das Schicksal vertriebener Sachsen dem Vergessen zu entreißen. Die Ergebnisse wurden auf einem vom Zentrum für Kultur//Geschichte veranstalteten Symposium im Rahmen der Krobnitzer Gespräche vorgestellt und sind nun im Band „Vertreibung – Neuansiedlung – Integration. Migrationsprozesse links und rechts der Neiße nach 1945“ veröffentlicht. Der Band ist über den Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund erhältlich.

Seit dem ersten Tag der Sachsen vor 27 Jahren ist das Herbst-Heft der "Sächsischen Heimatblätter" der Ausrichterstadt dieses größten sächsischen Volksfests gewidmet. Diesmal findet dieses Volksfest in Torgau statt, einer Stadt mit zahlreichen Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, aber auch einer spannenden jüngeren Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Am 29. August 2018 wurde die aktuelle Ausgabe der Oberbürgermeisterin Romina Barth im Beisein zahlreicher Autoren übergeben. Das Torgau-Heft ist die umfangreichste Ausgabe der "Sächsischen Heimatblätter", die jemals für eine Ausrichterstadt des Tags der Sachsen erstellt wurde. In 24 Beiträgen werden auf 130 Seiten verschiedenste Aspekte der Geschichte und Gegenwart angesprochen: Baudenkmale, Namenskunde, Naturraum, Stadtentwicklung, Lebensverhältnisse in vergangengen Jahrhunderten und heute. Etwa ein Drittel der Beiträge ist den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts gewidmet. Stichpunkte wie Wehrmachtsjustiz, Begegnung an der Elbe, Jugendwerkhof oder die Ereignisse 1989/90 seien da genannt. Was das Heft so einzigartig macht, ist die Fülle an Bildern, historischen Ansichten, Infografiken usw. So entstand eine spannende Zeitreise durch die Torgauer Geschichte, die sich an Touristen, an Wissenschaftler, aber auch an die Bewohner Torgaus selbst richtet.

Die Landsmannschaft im CC Cimbria Freiburg ist eine aktive schlagende Studentenverbindung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Sie wurde 1884 gegründet und ist 1950 mit der Landsmannschaft Thuringia Freiburg verschmolzen, die sich auf die 1885 gegründete Landsmannschaft, später Burschenschaft Saxo-Silesia zurückführt. Seit der Gründung wurde die archivalische Überlieferung von engagierten Alten Herren (nicht mehr studierenden Mitgliedern) gepflegt. Seit einigen Jahren ist Dr. Matthias Donath der Archivar der Landsmannschaft Cimbria. Der Archivbestand unterschiedlicher Provenienz wurde jetzt neu geordnet, in Archivkartons verpackt und in einem Findbuch verzeichnet. Die insgesamt 60 Verzeichnungseinheiten (insgesamt 5,3 laufende Meter) sind im Archiv des Herrenhauses Niederjahna aufgestellt und können von Mitgliedern der Landsmannschaft Cimbria sowie von interessierten Forschern auf Anfrage genutzt werden. Das Findbuch kann hier eingesehen werden.

Anlässlich des Sommerkonzerts im Rahmen der Konzertreihe „Sommerklänge. Musik im Meißner Land“ wurde am 5. August 2018 das Hausmuseum eröffnet. Es befindet sich im Erdgeschoss des Herrenhauses Niederjahna neben der Kapelle. Im Raum wurde ein Archivregal eingebaut. Die Schranktüren sind vollflächig als Museumstafeln gestaltet und bedruckt. Auf dieser „Museumswand“ wird die Geschichte des Dorfs und Ritterguts Niederjahna von den Anfängen bis zur Gegenwart erzählt. Zwei Vitrinen enthalten Fundstücke, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden und einen Einblick in die Lebensverhältnisse früherer Jahrhunderte geben. In Bilderrahmen werden einzelne Funde von Bildern und Dokumenten gezeigt, darunter Fragmente des 1945 zerstörten Gutsarchivs, ein zerfetztes Kaiserbildnis oder Briefe. Das Hausmuseum kann bei Veranstaltungen im Herrenhaus Niederjahna (Niederjahnaer Gespräche, Gottesdienste) besichtigt werden.

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