In Schloss Nossen soll ein Museum zur Kultur und Geschichte des sächsischen Adels entstehen. Auf dem Weg dahin werden verschiedene Facetten adliger Gesellschaft in Sonderausstellungen thematisiert.

Das ZKG kuratierte u. a. die Ausstellung „Flinte, Korn und blaues Blut. Der sächsische Adel und die Jagd“, die erstmals die Jagd im niederen sächsischen Adel thematisiert.

Die Jagd war über Jahrhunderte dem Adel vorbehalten, sie diente der ständischen Abgrenzung nach außen und der Vernetzung nach innen. Die Jagd war Bühne und Machtdemonstration, Markt und Kommunikationsplatz. Wie aber wurde dieses gesellschaftliche Ereignis organisiert, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Konventionen waren mit ihr verbunden? Anhand von Waffen, eindrucksvollen und mitunter auch kuriosen Trophäen, Kleidungsstücken, Urkunden und weiteren spannenden Exponaten, die zum größten Teil von sächsischen Familien zur Verfügung gestellt wurden, wird nicht nur die Entwicklung des Jagdrechts, der Jagdtraditionen und -bräuche dargestellt, sondern vor allem auch die differenzierten sozialen Implikationen der Jagd.

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