Aktuelles

Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Ca. 70 Mio. Menschen in Europa gehören einer der 378 nationalen Minderheiten oder Volksgruppen an. In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium des Inneren veranstaltet das Zentrum für Kultur // Geschichte am 20.06.2019 im Schlesischen Museum Görlitz einen Diskussionsabend unter dem Motto "Minderheiten bereichern Europa". Dazu berichten Vertreten der deutschen Minderheit in Polen und Ungarn sowie Vertreter der friesischen Volksgruppe und der sorbischen Minderheit in Deutschland von ihren Erfahrungen, den rechtlichen Rahmenbedingungen in ihren Ländern und kulturellen Besonderheiten.

Informationen finden Sie hier.

Die Gemeinden entlang des Klosterwassers gehören zu den sog. sorbischen Kerngemeinden. Hier haben sich sorbische Kultur und Sprache über alle Brüche und Zäsuren hinweg bis heute im Alltag erhalten. Warum ist das so? Was sind die Ursachen und Bedingungen für dieses Phänomen? Wodurch unterscheiden sich die Dörfer am Klosterwasser von den Nachbargemeinden? Diesen Fragen wird auf dem Symposium „Land am Klosterwasser“ am 6.6.2019 im Sorbischen Museum Bautzen anhand von vier unterschiedlichen Perspektiven und Zugriffen nachgegangen, dem geschichtlichen - dem kirchlich-konfessionellen, dem sozialen und dem gesellschaftlich-politischen Diskurs. Eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrum für Kultur und Geschichte e.V., des Christlich-Sozialen Bildungswerks Sachsen Miltitz e.V. und des Sorbischen Museums Bautzen.

Am 10. und 11. Mai 2019 veranstaltete das Zentrum für Kultur//Geschichte gemeinsam mit dem Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum-Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis sowie der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung eine Tagung zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Sachsen. Der ländliche Raum hat in den letzten knapp 30 Jahren teilweise dramatische Veränderungen durchlaufen. Die meisten Dörfer mussten eine gewaltige Abwanderung hinnehmen, gepaart mit einem gesellschaftlichen Wandel. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurden diese Entwicklungen aufgezeigt und diskutiert. 

Ein besonderes Spannungsmoment ergab sich daraus, dass Theorie und Praxis gegenübergestellt wurden. Während die Referate die Dorfentwicklung in Sachsen seit der politischen Wende 1989/90 beschrieben (Gerhart Pasch), die demographischen Strukturen und Entwicklungen (Tim Leibert), die Veränderungen von Kirche im ländlichen Raum aufgriffen (Dirk Mütze) sowie den Umgang mit Kulturgut im ländlichen Raum hinterfragten (Matthias Donath) oder die ländlichen Räume in Sachsen herausarbeitete (Stephan Beetz) bis hin zur Vorstellung der Förderinstrumente des ländlichen Raums (Henning Kuschnig), berichteten Manfred Probst und Georg Ludwig von Breitenbuch von ihren Erfahrungen aus der Landwirtschaft. Während der eine ökologische Landwirtschaft betreibt, ackert der andere gemäß konventioneller Methoden. 

Die Beiträge werden in einem Themenheft der Sächsischen Heimatblätter veröffentlicht.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte und das Evangelische Zentrum Ländlicher Raum-Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis veranstalten gemeinsam eine Tagung zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Sachsen. Auf der Tagung „Die Verwandlung des Landes“ beschäftigen sich Experten aus verschiedenen Bereichen mit den Veränderungen, die sich in den Dörfern und ländlichen Gebieten Sachsens seit der Friedlichen Revolution 1989/90 vollzogen haben. Dabei wird deutlich, wie eng Licht- und Schattenseiten beieinander liegen. Viele Dörfer haben nichts mehr mit der Landwirtschaft zu tun, die Einwohnerzahlen gingen drastisch zurück, Schulen und Gasthöfe mussten schließen. Andere Dörfer profitieren durch ihre Nähe zu Großstädten und wuchsen durch den Bau von Einfamilienhaussiedlungen. Die Landwirtschaft ist äußerst produktiv, braucht aber viel weniger Menschen als früher und ist starker Kritik ausgesetzt, weil die ökologische Vielfalt verlorengeht. Die Beiträge der Tagung wollen analysieren, in welchem Zustand sich unsere Dörfer und Kleinstädte heute befinden und welche Zukunftsperspektiven es gibt. Das Programm finden Sie hier, Anmeldungen nimmt das Evangelische Zentrum Ländlicher Raum in Kohren-Sahlis entgegen.

2018 war von der Europäischen Union zum Europäischen Kulturerbejahr ausgerufen worden. Auch das ZKG beteiligte sich mit dem Projekt "Von Sachsen nach Europa", das die Herrnhuter Siedlungen in Europa vorstellt und zu einer europäischen Kulturroute verbindet. Am 2. April fand auf Schloss Charlottenburg in Berlin ein Netzwerktreffen statt, wo die Ergebnisse der einzelnen Projekte vorgestellt und diskutiert wurden.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte entwickelt die Modellausstellung „Land am Klosterwasser“ (Arbeitstitel). Projektträger ist das Christlich-Soziale Bildungswerk mit Sitz in Miltitz bei Kamenz. 2023 soll die Ausstellung im Sorbischen Museum gezeigt werden. Ausgehend von der Tatsache, dass entlang des Klosterwassers die sog. sorbischen Kerngemeinden liegen, sollen die besonderen Bedingungen dieser Entwicklung aufgezeigt werden Die Schwierigkeit des Ausstellungsvorhabens besteht in der Darstellung von Identitäten, emotionalen Empfindungen und Gefühlen, denn es geht nicht darum, einen Blick in die Vergangenheit dieser Mikroregion zu werfen, sondern in erster Linie den gegenwärtigen status quo zu erfassen und zu vermitteln. Die historischen Traditionslinien sind dabei lediglich ein Aspekt, der im Laufe der Jahrhunderte durch soziale, gesellschaftliche und religiöse Transformationsprozesse starken Wandlungen ausgesetzt war und vielfach überformt wurde.

Foto: Am 7.3.2019 trafen sich die Projektpartner Christina Bogusz (Sorbisches Museum), Dr. Robert Lorenz (Sorbisches Institut), Dawid Statnik (Domowina), Jan Jeschke und Peter Neunert (beide CSB), Dr. Matthias Donath und Dr. Lars-Arne Dannenberg (beide ZKG) in den Räumen des Sorbischen Museums zu einem weiteren Arbeitstreffen (v.r.n.l.; Foto: CSB)

Rundum zufrieden zeigte sich der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG), Dr. Christian Striefler, mit dem Jahresergebnis 2018. 50.000 Besucher haben die vom Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Sonderausstellung „Macht euern Dreck alleene. König Friedrich August III. von Sachsen, das Ende der Monarchie und seine Schlösser“ im Schloss Pillnitz gesehen. Das ist Besucherrekord! Nie zuvor hat eine Sonderausstellung in Pillnitz mehr Besucher angelockt. Das zeigt, dass man nicht nur auf Action und Spielereien an Medienstationen setzen muss, sondern die Besucher bereit sind, auch spannende Texte zu lesen, zu hören und seltene Exponate zu studieren, meinte Dr. Striefler zu dem überraschenden Publikumserfolg. Das ZKG freut sich, zum positiven Jahresergebnis der SBG beigetragen zu haben!

Und auch die zweite, vom ZKG für die SBG entwickelte Sonderausstellung „Böhmen ist mein Heimatland. Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918-1945“ auf Schloss Weesenstein erfreut sich eines ungebrochenen Besucherinteresses. Sie ist noch bis Ende März zu sehen, ehe sie nach Ustí nad Labem (Aussig) wandern wird.

Wir wünschen allen Freunden, Kollegen und Partnern des Zentrum für Kultur//Geschichte Schaffenskraft und viel Erfolg im Jahr 2019!

Das ZKG erstellt 2019 neun Ausstellungen oder entwickelt dafür die Konzeption, u.a. die neue Dauerausstellung "Militär und Garnison in Königsbrück", "Mythos August" für die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, "Land am Klosterwasser" für das Sorbische Museum... Außerdem sind mehrere Publikationen in Vorbereitung, wie eine Studie zu den Ereignissen von Vertreibung und Integration im Zittauer Zipfel 1945-1951 oder der Band "Lebensbilder des sächsischen Adels IV: Aufsteiger und Eliten im sächsischen Adel".

Das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. bittet geeignete Unternehmen um Bewerbungen um die Teilnahme an einer beschränkten Ausschreibung.

Die beschränkte Ausschreibung umfasst Satz und Druck einer Broschüre (Herrnhuter-Siedlungen in Europa), beinhaltend den Satz der Broschüre in sieben verschiedenen Sprachen bei gleichem Inhalt und den Druck von 40.000 Exemplaren, davon 10.000 Exemplaren in deutscher Sprache und je 5.000 Exemplare in polnischer, tschechischer, niederländischer, dänischer, französischer und englischer Sprache. Die verschiedenen Sprachfassungen sowie die Abbildungen werden vom Zentrum für Kultur und Geschichte bereitgestellt.

Der Anbieter muss seine besondere Eignung vorweisen, insbesondere seine besondere Erfahrung im Umgang mit Mehrsprachigkeit, da die Satzleistungen in mehreren Sprachen zu erbringen sind. Daher werden die Bewerber gebeten, nachzuweisen, dass sie mehrsprachige Satzleistungen ausgeführt haben, idealerweise für Publikationen und Broschüren, die mit gleichem Inhalt in mehreren Sprachen hergestellt wurden. 

Anbieter, die sich am Teilnahmewettbewerb beteiligen möchten, werden gebeten eine formlose Bewerbung mit Nachweis der besonderen Eignung bis spätestens 19. Januar 2019 an das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V., Dorfstraße 3, 01665 Käbschütztal OT Niederjahna oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! abzugeben.

Am 8. Dezember 2018 wurde die nunmehr sechste Ausstellung eröffnet, die das Zentrum für Kultur//Geschichte im Jahr 2018 inhaltlich betreut hat. Im Mai wurde das ZKG mit der Neukonzeption des Heimatmuseums Radeburg beauftragt. Nach Sichtung der aufgrund der Sanierung des Gebäudes ausgelagerten Museumsbestände wurden die inhaltlichen Schwerpunkte für die Museumsräume festgelegt und mit Ausnahme der Texte im künftigen Heinrich-Zille-Kabinett sowie der Beschriftung der archäologischen Objekte sämtliche Texte entwickelt. Das Heimatmuseum schildert die Geschichte der sächsischen Kleinstadt von den Anfängen bis zur Gegenwart. Erstmals wird auf die Bedeutung als Karnevalshauptstadt Sachsen hingewiesen. Attraktionen der Ausstellung sind u.a. der "Zinnschatz", die Sammlung der Radeburger Schützengesellschaft, Waffen sowie Mobiliar aus dem 19. Jahrhundert. Am Beispiel der Schuhmacherwerkstatt der Familie Hasenpflug wird die Bedeutung des Handwerks für die Entwicklung der Kleinstadt vorgestellt.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte verantwortete 2018 die Neugestaltung von zwei Dauerausstellungen (Dommuseum Meißen, Heimatmuseum Radeburg) und von vier Sonderausstellungen (Museum Mühlberg 1547, Wenceslaikirche Wurzen, Schloss Pillnitz, Schloss Weesenstein). Außerdem erstellten wir ein Konzept zur Neugestaltung des Stadtmuseums Niesky.

In diesem Jahr jährte sich die Gründung des ersten sächsischen Freistaates zum hundertsten Mal. Der verlorene Ersten Weltkrieg und die nachfolgende Revolution hatten mit dem Ende der Monarchie und der Ausrufung einer Republik Sachsen einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel bewirkt – ein Ereignis, von dem im Freistaat Sachsen leider kaum Notiz genommen wurde. Lediglich die Sonderausstellung „Macht euern Dreck alleene. König Friedrich August III. von Sachsen, das Ende der Monarchie und seine Schlösser“ auf Schloss Pillnitz und die wissenschaftliche Konferenz „Die Revolution 1918/19 und ihre Folgen“ haben die Ereignisse beleuchtet. Die Konferenz, organisiert vom Zentrum für Kultur//Geschichte und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, fand am 15. und 16.11.2018 in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung statt.

Erfreulich war, dass sich zahlreiche Schüler im Leistungskurs Geschichte sowie weitere Interessierte an beiden Tagen eingefunden hatten und lebhaft die Ereignisse diskutierten, so dass die SLpB und das ZKG ihrem Bildungsauftrag gerecht wurden und es nicht zu einem bloßen Diskurs im sprichwörtlichen gelehrten Elfenbeinturm wurde.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte kuratierte die neue Dauerausstellung des Dommuseums im Dom zu Meißen. Der erste Teil des neugestalteten Dommuseums wurde am 31. Oktober 2018 eröffnet - im Anschluss an einen Festgottesdienst, mit dem Hochstift und Domkapitel zu Meißen ihr 1050-jähriges Bestehen feierten.

In den Ostteilen des Meißner Doms waren bereits 1999 Museumsräume eingerichtet worden. Diese waren Teil des Besucherrundgangs. Die Ausstellung informierte über die Kirchengeschichte Sachsens, ging aber zu wenig auf den Meißner Dom selbst ein. Nach fast zwanzig Jahren war die damals geschaffene Ausstellung außerdem in die Jahre gekommen. Auf Anregung des Hochstifts Meißen erarbeitete Dr. Matthias Donath gemeinsam mit der Dresdner Agentur Whitebox ein neues, modernes Konzept, welches die Besonderheiten des Meißner Doms stärker in den Mittelpunkt rückt. Ein Animationsfilm erklärt, wie das Bistum Meißen und der Meißner Dom entstanden sind und was die heute kaum noch verständlichen Begriffe „Domkapitel“ und „Hochstift“ bedeuten. Die Ausstellung ist so angelegt, dass die Besucher selbst auf eine Entdeckungsreise gehen können: sie hören, sehen und fühlen, was es mit dem Meißner Dom auf sich hat. Zum Beispiel kann man in dem Raum, der sich Archiv und Kanzlei widmet, Pergament ertasten, ein Siegel aufstempeln und in einer Medienstation probieren, alte Schrift zu lesen. 

Die Ausstellung ist vollständig zweisprachig, deutsch und englisch. Auf diese Weise soll das internationale Publikum stärker angesprochen werden. Der Meißner Dom ist eine der wichtigsten touristischen Destinationen im Landkreis Meißen. Die Neugestaltung des Dommuseums trägt mit dazu bei, dass der Meißner Dom ein attraktives Ziel für Besucher bleibt, gerade weil über das Erlebnis des eindrucksvollen architektonischen und spirituellen Monuments hinaus eine Vertiefung in moderner Art und Weise angeboten wird.

Die Neugestaltung der Museumsräume war nur möglich, weil Fördermittel bereitgestellt wurden, die das Zentrum für Kultur//Geschichte maßgeblich eingeworben hat. Den größten Anteil stellte die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Meißen zur Verfügung. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ermöglichte die Herstellung des Animationsfilms. Weitere Mittel steuerte der Meißner Dombau-Verein bei.

Die Neugestaltung erstreckt sich zunächst nur auf zwei Räume östlich des Domchors. Der Raum im Kellergeschoss des Kapitelhauses widmet sich dem Meißner Dom im Mittelalter. Ein zweiter neu gestalteter Raum dort, wo sich ehemals der Domshop befand, berichtet über Archiv und Kanzlei und stellt die Bedeutung Meißens für die Ausbreitung der neuhochdeutschen Schriftsprache heraus. Die ersten beiden Museumsräume konnten noch nicht einer Neugestaltung unterzogen werden. Dies soll in den kommenden Jahren nachgeholt werden, verbunden mit einer Neupräsentation der zahlreichen Cranach-Gemälde, die sich im Bestand des Meißner Doms befinden.

Mehr als 200 Personen nahmen am 13. November 2018 an der Enthüllung eines Gedenksteines in der nordwestlichen Oberlausitz teil. Vor 100 Jahren hatte König Friedrich August III. von Sachsen im Schloss Guteborn um 14 Uhr seinen Thronverzicht erklärt. Es handelt sich nicht nur um irgendeinen Gedenkstein, sondern er ist dem Schreibtisch nachempfunden, den sogar das Blatt aus Granit mit den fünf Worten "Ich verzichte auf den Thron." ziert. Anschließend hielt Dr. Lars-Arne Dannenberg einen Vortrag unter dem Titel "Macht euern Dreck alleene", in dem er das Schicksal Friedrich Augusts III. in die Verhältnisse der Zeit einordnete. Die Veranstaltung wurde von den Heimatvereinen Königsbrück, Ortrand, Ruhland, der Gemeinde Guteborn und dem Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. organisiert. 

Am 27.10.2018 wurde auf Schloss Weesenstein die durch das Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Ausstellung "Böhmen ist mein Heimatland! Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918-1945" eröffnet. Die durchgehend zweisprachige Ausstellung erzählt von den Licht- und Schattenseiten des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in der ersten Tschechoslowakischen Republik und dem Reichsgau Sudetenland. Ein reich bebilderter Begleitband ergänzt die Ausstellung. Sie ist bis zum 31.03.2019 zu sehen.

Im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres hat sich das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. mit dem Projekt "Von Sachsen nach Europa" beteiligt. Dem ZKG ist es gelungen für die Tagung "Das Erbe der Herrnhuter in Europa. Spiritualität - Architektur - Siedlungen" vom 21. bis 23.10.2018 Teilnehmer aus ganz Europa, darunter Nordirland, England, Niederlande, Dänemark und natürlich Deutschland, nach Herrnhut einzuladen. Sie stellten ihre Aktivitäten vor, um die herrnhutischen Ideen, Ideale und das krichliche Leben in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit der Tagung wurden zugleich der aktuellen Weltkulturerbe-Bewerbung Herrnhuts neue Impulse gegeben.

Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias haben sich in einem Forschungsprojekt auf Spurensuche zu den Ereignissen von Flucht, Vertreibung und Integration nach Kriegsende im ehemaligen Kreis Zittau begeben. Das an den Städtischen Museen Zittau angesiedelte Projekt wurde durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gefördert, denn es ist vielleicht eine der letzten Gelegenheiten, vor allem Zeitzeugen zu befragen, um so das Schicksal vertriebener Sachsen dem Vergessen zu entreißen. Die Ergebnisse wurden auf einem vom Zentrum für Kultur//Geschichte veranstalteten Symposium im Rahmen der Krobnitzer Gespräche vorgestellt und sind nun im Band „Vertreibung – Neuansiedlung – Integration. Migrationsprozesse links und rechts der Neiße nach 1945“ veröffentlicht. Der Band ist über den Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund erhältlich.

Seit dem ersten Tag der Sachsen vor 27 Jahren ist das Herbst-Heft der "Sächsischen Heimatblätter" der Ausrichterstadt dieses größten sächsischen Volksfests gewidmet. Diesmal findet dieses Volksfest in Torgau statt, einer Stadt mit zahlreichen Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, aber auch einer spannenden jüngeren Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Am 29. August 2018 wurde die aktuelle Ausgabe der Oberbürgermeisterin Romina Barth im Beisein zahlreicher Autoren übergeben. Das Torgau-Heft ist die umfangreichste Ausgabe der "Sächsischen Heimatblätter", die jemals für eine Ausrichterstadt des Tags der Sachsen erstellt wurde. In 24 Beiträgen werden auf 130 Seiten verschiedenste Aspekte der Geschichte und Gegenwart angesprochen: Baudenkmale, Namenskunde, Naturraum, Stadtentwicklung, Lebensverhältnisse in vergangengen Jahrhunderten und heute. Etwa ein Drittel der Beiträge ist den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts gewidmet. Stichpunkte wie Wehrmachtsjustiz, Begegnung an der Elbe, Jugendwerkhof oder die Ereignisse 1989/90 seien da genannt. Was das Heft so einzigartig macht, ist die Fülle an Bildern, historischen Ansichten, Infografiken usw. So entstand eine spannende Zeitreise durch die Torgauer Geschichte, die sich an Touristen, an Wissenschaftler, aber auch an die Bewohner Torgaus selbst richtet.

Die Landsmannschaft im CC Cimbria Freiburg ist eine aktive schlagende Studentenverbindung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Sie wurde 1884 gegründet und ist 1950 mit der Landsmannschaft Thuringia Freiburg verschmolzen, die sich auf die 1885 gegründete Landsmannschaft, später Burschenschaft Saxo-Silesia zurückführt. Seit der Gründung wurde die archivalische Überlieferung von engagierten Alten Herren (nicht mehr studierenden Mitgliedern) gepflegt. Seit einigen Jahren ist Dr. Matthias Donath der Archivar der Landsmannschaft Cimbria. Der Archivbestand unterschiedlicher Provenienz wurde jetzt neu geordnet, in Archivkartons verpackt und in einem Findbuch verzeichnet. Die insgesamt 60 Verzeichnungseinheiten (insgesamt 5,3 laufende Meter) sind im Archiv des Herrenhauses Niederjahna aufgestellt und können von Mitgliedern der Landsmannschaft Cimbria sowie von interessierten Forschern auf Anfrage genutzt werden. Das Findbuch kann hier eingesehen werden.

Anlässlich des Sommerkonzerts im Rahmen der Konzertreihe „Sommerklänge. Musik im Meißner Land“ wurde am 5. August 2018 das Hausmuseum eröffnet. Es befindet sich im Erdgeschoss des Herrenhauses Niederjahna neben der Kapelle. Im Raum wurde ein Archivregal eingebaut. Die Schranktüren sind vollflächig als Museumstafeln gestaltet und bedruckt. Auf dieser „Museumswand“ wird die Geschichte des Dorfs und Ritterguts Niederjahna von den Anfängen bis zur Gegenwart erzählt. Zwei Vitrinen enthalten Fundstücke, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden und einen Einblick in die Lebensverhältnisse früherer Jahrhunderte geben. In Bilderrahmen werden einzelne Funde von Bildern und Dokumenten gezeigt, darunter Fragmente des 1945 zerstörten Gutsarchivs, ein zerfetztes Kaiserbildnis oder Briefe. Das Hausmuseum kann bei Veranstaltungen im Herrenhaus Niederjahna (Niederjahnaer Gespräche, Gottesdienste) besichtigt werden.

Vom 8. Juni bis 10. Juni 2018 traf sich die Historische Kommission des Sächsischen Adels in Dresden. Schwerpunktthema der durch das Zentrum für Kultur // Geschichte organisierten Veranstaltung war dieses Mal die Umbruchzeit nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Ende der Monarchie und den revolutionären Ereignissen bis zur Gründung des ersten sächsischen Freistaates. Zum Auftakt wurde die durch das Zentrum für Kultur // Geschichte kuratierte Sonderausstellung "Macht euern Dreck alleene" in Schloss Pillnitz besucht. Anschließend tagten die Teilnehmer auf Einladung des Hausherrn Dr. Hoch in der Loschwitzer Villa der Familie von Hausen. Die Tagung schloss eine Exkursion zu den nach 1918 verbliebenen wettinischen Gütern um Dresden.

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