Am 10. und 11. Mai 2019 veranstaltete das Zentrum für Kultur//Geschichte gemeinsam mit dem Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum-Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis sowie der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung eine Tagung zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Sachsen. Der ländliche Raum hat in den letzten knapp 30 Jahren teilweise dramatische Veränderungen durchlaufen. Die meisten Dörfer mussten eine gewaltige Abwanderung hinnehmen, gepaart mit einem gesellschaftlichen Wandel. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurden diese Entwicklungen aufgezeigt und diskutiert. 

Ein besonderes Spannungsmoment ergab sich daraus, dass Theorie und Praxis gegenübergestellt wurden. Während die Referate die Dorfentwicklung in Sachsen seit der politischen Wende 1989/90 beschrieben (Gerhart Pasch), die demographischen Strukturen und Entwicklungen (Tim Leibert), die Veränderungen von Kirche im ländlichen Raum aufgriffen (Dirk Mütze) sowie den Umgang mit Kulturgut im ländlichen Raum hinterfragten (Matthias Donath) oder die ländlichen Räume in Sachsen herausarbeitete (Stephan Beetz) bis hin zur Vorstellung der Förderinstrumente des ländlichen Raums (Henning Kuschnig), berichteten Manfred Probst und Georg Ludwig von Breitenbuch von ihren Erfahrungen aus der Landwirtschaft. Während der eine ökologische Landwirtschaft betreibt, ackert der andere gemäß konventioneller Methoden. 

Die Beiträge werden in einem Themenheft der Sächsischen Heimatblätter veröffentlicht.

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