Eher still und leise aufgrund der Corona-Krise öffnete die Ausstellung „350 Jahre Mythos August der Starke. GESCHICHTE. MACHT. IHR.“ ihre Pforten. Es ist die einzige Ausstellung im 350. Jubiläumsjahr des wohl populärsten Monarchen Sachsens, die bis zum 1. November 2020 in den barocken Prunkräumen von Schloss Moritzburg zu sehen ist.

Um August den Starken ranken sich zahlreiche Mythen, Erzählungen und Legenden. Aber es geht den Ausstellungskuratoren Dr. Matthias Donath und Dr. Lars-Arne Dannenberg nicht darum, sein „Doppelleben“ aufzudecken, sondern Entstehung und Wandel der Mythen aufzugreifen, denn Mythen verändern sich entsprechend den Bedürfnissen und Ansprüchen der Zeit. Der heutige Nationalheld Sachsens wurde noch im sittenstrengen 19. Jahrhundert eher negativ gesehen und taugte nicht als Vorbildfigur. Heute steht er für Lebensfrohsinn, für Kunst- und Kulturgenuss, für Weltoffenheit…

In phantasievollen Inszenierungen, die an Bühnenbilder erinnern, fand die Museumsgestalterin Antje Werner aus Dresden eine anregende Bildsprache im passenden Ambiente von Schloss Moritzburg. Exponate laden dazu sein, seine Kräfte zu messen, Teller zu verbiegen und Hufeisen zu zerbrechen (was allerdings aufgrund der derzeitigen Schutzbestimmungen nur eingeschränkt möglich ist). Kurze Animationsfilme erklären im Comicstil historische Begriffe und Zusammenhänge.

 

Zur Ausstellung ist ein mit über 300 farbigen Abbildungen reich illustrierter Begleitband erschienen, der die Entwicklung in den verschiedenen Medien aufgreift (140 Seiten, 15,- Euro). Er kann über den Via Regia Verlag bezogen werden (www.via-regia-verlag.de).

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