Aktuelles

Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Wir wünschen allen Freunden, Kollegen und Partnern des Zentrum für Kultur//Geschichte Schaffenskraft und viel Erfolg im Jahr 2019!

Das ZKG erstellt 2019 neun Ausstellungen oder entwickelt dafür die Konzeption, u.a. die neue Dauerausstellung "Militär und Garnison in Königsbrück", "Mythos August" für die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, "Land am Klosterwasser" für das Sorbische Museum... Außerdem sind mehrere Publikationen in Vorbereitung, wie eine Studie zu den Ereignissen von Vertreibung und Integration im Zittauer Zipfel 1945-1951 oder der Band "Lebensbilder des sächsischen Adels IV: Aufsteiger und Eliten im sächsischen Adel".

Das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. bittet geeignete Unternehmen um Bewerbungen um die Teilnahme an einer beschränkten Ausschreibung.

Die beschränkte Ausschreibung umfasst Satz und Druck einer Broschüre (Herrnhuter-Siedlungen in Europa), beinhaltend den Satz der Broschüre in sieben verschiedenen Sprachen bei gleichem Inhalt und den Druck von 40.000 Exemplaren, davon 10.000 Exemplaren in deutscher Sprache und je 5.000 Exemplare in polnischer, tschechischer, niederländischer, dänischer, französischer und englischer Sprache. Die verschiedenen Sprachfassungen sowie die Abbildungen werden vom Zentrum für Kultur und Geschichte bereitgestellt.

Der Anbieter muss seine besondere Eignung vorweisen, insbesondere seine besondere Erfahrung im Umgang mit Mehrsprachigkeit, da die Satzleistungen in mehreren Sprachen zu erbringen sind. Daher werden die Bewerber gebeten, nachzuweisen, dass sie mehrsprachige Satzleistungen ausgeführt haben, idealerweise für Publikationen und Broschüren, die mit gleichem Inhalt in mehreren Sprachen hergestellt wurden. 

Anbieter, die sich am Teilnahmewettbewerb beteiligen möchten, werden gebeten eine formlose Bewerbung mit Nachweis der besonderen Eignung bis spätestens 19. Januar 2019 an das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V., Dorfstraße 3, 01665 Käbschütztal OT Niederjahna oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! abzugeben.

Am 8. Dezember 2018 wurde die nunmehr sechste Ausstellung eröffnet, die das Zentrum für Kultur//Geschichte im Jahr 2018 inhaltlich betreut hat. Im Mai wurde das ZKG mit der Neukonzeption des Heimatmuseums Radeburg beauftragt. Nach Sichtung der aufgrund der Sanierung des Gebäudes ausgelagerten Museumsbestände wurden die inhaltlichen Schwerpunkte für die Museumsräume festgelegt und mit Ausnahme der Texte im künftigen Heinrich-Zille-Kabinett sowie der Beschriftung der archäologischen Objekte sämtliche Texte entwickelt. Das Heimatmuseum schildert die Geschichte der sächsischen Kleinstadt von den Anfängen bis zur Gegenwart. Erstmals wird auf die Bedeutung als Karnevalshauptstadt Sachsen hingewiesen. Attraktionen der Ausstellung sind u.a. der "Zinnschatz", die Sammlung der Radeburger Schützengesellschaft, Waffen sowie Mobiliar aus dem 19. Jahrhundert. Am Beispiel der Schuhmacherwerkstatt der Familie Hasenpflug wird die Bedeutung des Handwerks für die Entwicklung der Kleinstadt vorgestellt.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte verantwortete 2018 die Neugestaltung von zwei Dauerausstellungen (Dommuseum Meißen, Heimatmuseum Radeburg) und von vier Sonderausstellungen (Museum Mühlberg 1547, Wenceslaikirche Wurzen, Schloss Pillnitz, Schloss Weesenstein). Außerdem erstellten wir ein Konzept zur Neugestaltung des Stadtmuseums Niesky.

In diesem Jahr jährte sich die Gründung des ersten sächsischen Freistaates zum hundertsten Mal. Der verlorene Ersten Weltkrieg und die nachfolgende Revolution hatten mit dem Ende der Monarchie und der Ausrufung einer Republik Sachsen einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel bewirkt – ein Ereignis, von dem im Freistaat Sachsen leider kaum Notiz genommen wurde. Lediglich die Sonderausstellung „Macht euern Dreck alleene. König Friedrich August III. von Sachsen, das Ende der Monarchie und seine Schlösser“ auf Schloss Pillnitz und die wissenschaftliche Konferenz „Die Revolution 1918/19 und ihre Folgen“ haben die Ereignisse beleuchtet. Die Konferenz, organisiert vom Zentrum für Kultur//Geschichte und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, fand am 15. und 16.11.2018 in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung statt.

Erfreulich war, dass sich zahlreiche Schüler im Leistungskurs Geschichte sowie weitere Interessierte an beiden Tagen eingefunden hatten und lebhaft die Ereignisse diskutierten, so dass die SLpB und das ZKG ihrem Bildungsauftrag gerecht wurden und es nicht zu einem bloßen Diskurs im sprichwörtlichen gelehrten Elfenbeinturm wurde.

Das Zentrum für Kultur//Geschichte kuratierte die neue Dauerausstellung des Dommuseums im Dom zu Meißen. Der erste Teil des neugestalteten Dommuseums wurde am 31. Oktober 2018 eröffnet - im Anschluss an einen Festgottesdienst, mit dem Hochstift und Domkapitel zu Meißen ihr 1050-jähriges Bestehen feierten.

In den Ostteilen des Meißner Doms waren bereits 1999 Museumsräume eingerichtet worden. Diese waren Teil des Besucherrundgangs. Die Ausstellung informierte über die Kirchengeschichte Sachsens, ging aber zu wenig auf den Meißner Dom selbst ein. Nach fast zwanzig Jahren war die damals geschaffene Ausstellung außerdem in die Jahre gekommen. Auf Anregung des Hochstifts Meißen erarbeitete Dr. Matthias Donath gemeinsam mit der Dresdner Agentur Whitebox ein neues, modernes Konzept, welches die Besonderheiten des Meißner Doms stärker in den Mittelpunkt rückt. Ein Animationsfilm erklärt, wie das Bistum Meißen und der Meißner Dom entstanden sind und was die heute kaum noch verständlichen Begriffe „Domkapitel“ und „Hochstift“ bedeuten. Die Ausstellung ist so angelegt, dass die Besucher selbst auf eine Entdeckungsreise gehen können: sie hören, sehen und fühlen, was es mit dem Meißner Dom auf sich hat. Zum Beispiel kann man in dem Raum, der sich Archiv und Kanzlei widmet, Pergament ertasten, ein Siegel aufstempeln und in einer Medienstation probieren, alte Schrift zu lesen. 

Die Ausstellung ist vollständig zweisprachig, deutsch und englisch. Auf diese Weise soll das internationale Publikum stärker angesprochen werden. Der Meißner Dom ist eine der wichtigsten touristischen Destinationen im Landkreis Meißen. Die Neugestaltung des Dommuseums trägt mit dazu bei, dass der Meißner Dom ein attraktives Ziel für Besucher bleibt, gerade weil über das Erlebnis des eindrucksvollen architektonischen und spirituellen Monuments hinaus eine Vertiefung in moderner Art und Weise angeboten wird.

Die Neugestaltung der Museumsräume war nur möglich, weil Fördermittel bereitgestellt wurden, die das Zentrum für Kultur//Geschichte maßgeblich eingeworben hat. Den größten Anteil stellte die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Meißen zur Verfügung. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ermöglichte die Herstellung des Animationsfilms. Weitere Mittel steuerte der Meißner Dombau-Verein bei.

Die Neugestaltung erstreckt sich zunächst nur auf zwei Räume östlich des Domchors. Der Raum im Kellergeschoss des Kapitelhauses widmet sich dem Meißner Dom im Mittelalter. Ein zweiter neu gestalteter Raum dort, wo sich ehemals der Domshop befand, berichtet über Archiv und Kanzlei und stellt die Bedeutung Meißens für die Ausbreitung der neuhochdeutschen Schriftsprache heraus. Die ersten beiden Museumsräume konnten noch nicht einer Neugestaltung unterzogen werden. Dies soll in den kommenden Jahren nachgeholt werden, verbunden mit einer Neupräsentation der zahlreichen Cranach-Gemälde, die sich im Bestand des Meißner Doms befinden.

Mehr als 200 Personen nahmen am 13. November 2018 an der Enthüllung eines Gedenksteines in der nordwestlichen Oberlausitz teil. Vor 100 Jahren hatte König Friedrich August III. von Sachsen im Schloss Guteborn um 14 Uhr seinen Thronverzicht erklärt. Es handelt sich nicht nur um irgendeinen Gedenkstein, sondern er ist dem Schreibtisch nachempfunden, den sogar das Blatt aus Granit mit den fünf Worten "Ich verzichte auf den Thron." ziert. Anschließend hielt Dr. Lars-Arne Dannenberg einen Vortrag unter dem Titel "Macht euern Dreck alleene", in dem er das Schicksal Friedrich Augusts III. in die Verhältnisse der Zeit einordnete. Die Veranstaltung wurde von den Heimatvereinen Königsbrück, Ortrand, Ruhland, der Gemeinde Guteborn und dem Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. organisiert. 

Am 27.10.2018 wurde auf Schloss Weesenstein die durch das Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Ausstellung "Böhmen ist mein Heimatland! Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918-1945" eröffnet. Die durchgehend zweisprachige Ausstellung erzählt von den Licht- und Schattenseiten des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in der ersten Tschechoslowakischen Republik und dem Reichsgau Sudetenland. Ein reich bebilderter Begleitband ergänzt die Ausstellung. Sie ist bis zum 31.03.2019 zu sehen.

Im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres hat sich das Zentrum für Kultur und Geschichte e.V. mit dem Projekt "Von Sachsen nach Europa" beteiligt. Dem ZKG ist es gelungen für die Tagung "Das Erbe der Herrnhuter in Europa. Spiritualität - Architektur - Siedlungen" vom 21. bis 23.10.2018 Teilnehmer aus ganz Europa, darunter Nordirland, England, Niederlande, Dänemark und natürlich Deutschland, nach Herrnhut einzuladen. Sie stellten ihre Aktivitäten vor, um die herrnhutischen Ideen, Ideale und das krichliche Leben in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit der Tagung wurden zugleich der aktuellen Weltkulturerbe-Bewerbung Herrnhuts neue Impulse gegeben.

Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias haben sich in einem Forschungsprojekt auf Spurensuche zu den Ereignissen von Flucht, Vertreibung und Integration nach Kriegsende im ehemaligen Kreis Zittau begeben. Das an den Städtischen Museen Zittau angesiedelte Projekt wurde durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gefördert, denn es ist vielleicht eine der letzten Gelegenheiten, vor allem Zeitzeugen zu befragen, um so das Schicksal vertriebener Sachsen dem Vergessen zu entreißen. Die Ergebnisse wurden auf einem vom Zentrum für Kultur//Geschichte veranstalteten Symposium im Rahmen der Krobnitzer Gespräche vorgestellt und sind nun im Band „Vertreibung – Neuansiedlung – Integration. Migrationsprozesse links und rechts der Neiße nach 1945“ veröffentlicht. Der Band ist über den Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund erhältlich.

Seit dem ersten Tag der Sachsen vor 27 Jahren ist das Herbst-Heft der "Sächsischen Heimatblätter" der Ausrichterstadt dieses größten sächsischen Volksfests gewidmet. Diesmal findet dieses Volksfest in Torgau statt, einer Stadt mit zahlreichen Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, aber auch einer spannenden jüngeren Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Am 29. August 2018 wurde die aktuelle Ausgabe der Oberbürgermeisterin Romina Barth im Beisein zahlreicher Autoren übergeben. Das Torgau-Heft ist die umfangreichste Ausgabe der "Sächsischen Heimatblätter", die jemals für eine Ausrichterstadt des Tags der Sachsen erstellt wurde. In 24 Beiträgen werden auf 130 Seiten verschiedenste Aspekte der Geschichte und Gegenwart angesprochen: Baudenkmale, Namenskunde, Naturraum, Stadtentwicklung, Lebensverhältnisse in vergangengen Jahrhunderten und heute. Etwa ein Drittel der Beiträge ist den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts gewidmet. Stichpunkte wie Wehrmachtsjustiz, Begegnung an der Elbe, Jugendwerkhof oder die Ereignisse 1989/90 seien da genannt. Was das Heft so einzigartig macht, ist die Fülle an Bildern, historischen Ansichten, Infografiken usw. So entstand eine spannende Zeitreise durch die Torgauer Geschichte, die sich an Touristen, an Wissenschaftler, aber auch an die Bewohner Torgaus selbst richtet.

Die Landsmannschaft im CC Cimbria Freiburg ist eine aktive schlagende Studentenverbindung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Sie wurde 1884 gegründet und ist 1950 mit der Landsmannschaft Thuringia Freiburg verschmolzen, die sich auf die 1885 gegründete Landsmannschaft, später Burschenschaft Saxo-Silesia zurückführt. Seit der Gründung wurde die archivalische Überlieferung von engagierten Alten Herren (nicht mehr studierenden Mitgliedern) gepflegt. Seit einigen Jahren ist Dr. Matthias Donath der Archivar der Landsmannschaft Cimbria. Der Archivbestand unterschiedlicher Provenienz wurde jetzt neu geordnet, in Archivkartons verpackt und in einem Findbuch verzeichnet. Die insgesamt 60 Verzeichnungseinheiten (insgesamt 5,3 laufende Meter) sind im Archiv des Herrenhauses Niederjahna aufgestellt und können von Mitgliedern der Landsmannschaft Cimbria sowie von interessierten Forschern auf Anfrage genutzt werden. Das Findbuch kann hier eingesehen werden.

Anlässlich des Sommerkonzerts im Rahmen der Konzertreihe „Sommerklänge. Musik im Meißner Land“ wurde am 5. August 2018 das Hausmuseum eröffnet. Es befindet sich im Erdgeschoss des Herrenhauses Niederjahna neben der Kapelle. Im Raum wurde ein Archivregal eingebaut. Die Schranktüren sind vollflächig als Museumstafeln gestaltet und bedruckt. Auf dieser „Museumswand“ wird die Geschichte des Dorfs und Ritterguts Niederjahna von den Anfängen bis zur Gegenwart erzählt. Zwei Vitrinen enthalten Fundstücke, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden und einen Einblick in die Lebensverhältnisse früherer Jahrhunderte geben. In Bilderrahmen werden einzelne Funde von Bildern und Dokumenten gezeigt, darunter Fragmente des 1945 zerstörten Gutsarchivs, ein zerfetztes Kaiserbildnis oder Briefe. Das Hausmuseum kann bei Veranstaltungen im Herrenhaus Niederjahna (Niederjahnaer Gespräche, Gottesdienste) besichtigt werden.

Vom 8. Juni bis 10. Juni 2018 traf sich die Historische Kommission des Sächsischen Adels in Dresden. Schwerpunktthema der durch das Zentrum für Kultur // Geschichte organisierten Veranstaltung war dieses Mal die Umbruchzeit nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Ende der Monarchie und den revolutionären Ereignissen bis zur Gründung des ersten sächsischen Freistaates. Zum Auftakt wurde die durch das Zentrum für Kultur // Geschichte kuratierte Sonderausstellung "Macht euern Dreck alleene" in Schloss Pillnitz besucht. Anschließend tagten die Teilnehmer auf Einladung des Hausherrn Dr. Hoch in der Loschwitzer Villa der Familie von Hausen. Die Tagung schloss eine Exkursion zu den nach 1918 verbliebenen wettinischen Gütern um Dresden.

Die vom Zentrum für Kultur//Geschichte erstellte Sonderausstellung über den Meißner Bischof Johann von Salhausen wurde am Pfingstmontag, 21. Mai 2018, mit einem ökumenischen Gottesdienst im Wurzener Dom und einem feierlichen Auftakt in der St. Wenceslaikirche eröffnet. Die Ausstellung füllt das Kirchenschiff der Wenceslaikirche, die vor mehr als 500 Jahren durch Johann von Salhausen als spätgotische Hallenkirche errichtet wurde. Das Dresdner Büro Whitebox schuf eine raumgreifende Ausstellungsinszenierung, die die Exponate und Beschriftungen überzeugend zusammenfasst. Der Ausstellung gingen rund 5 Jahre Gespräche mit Institutionen in Wurzen und möglichen Förderern in Sachsen voraus. Schließlich hat sich die Große Kreisstadt Wurzen entschieden, diese Ausstellung alleine zu stemmen – keine Selbstverständlichkeit für eine Stadt dieser Größe! Mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Wurzen fanden wir einen verlässslichen Partner, der den Ausstellungsraum zur Verfügung stellte. Erfreulich ist auch, wie viele Leihgeber (überwiegend aus dem kirchlichen Raum) hochwertige Exponate nach Wurzen gegeben haben. So wurde ein spätgotischer Flügelaltar von der Dorfkirche in Niederstriegis bei Roßwein nach Wurzen umgesetzt - ein großer und ungewöhnlicher Kunsttransport. Eine Bereicherung sind auch die Prozessionsstangen aus der Kapelle in Nauhain, die zusammen mit anderen Leihgaben aus Kamenz, Dippoldiswalde und Meißen einen sinnlichen Eindruck vom kirchlichen Leben am Vorabend der Reformation vermitteln. Die Ausstellung widmet sich nicht nur dem Leben und Wirken des Bischofs Johann von Salhausen, sondern versucht allgemein zu erklären, was ein Bischof  für Aufgaben hatte und wie Bistum und Hochstift Meißen in die politischen und kirchlichen Strukturen Sachsens eingebunden waren. Bewusst haben wir uns dabei für eine einfache, verständliche Sprache entschieden. Erzähler der Ausstellung ist der Bischof selbst. Er tritt in lebensgroßen Zeichnungen auf. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Ausstellung sind in der Ausgabe 2/2018 der „Sächsischen Heimatblätter“ veröffentlicht.

Die Ausstellung kann noch bis 3. Oktober 2018 besichtigt werden. Sie ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Vor Ort kann ein Kurzführer (4,00 Euro) erworben werden.

Auf der Jahreshauptversammlung des Mitteldeutschen Kulturrates in Bonn am 27.04.2018 wurde der Direktor des Zentrum für Kultur//Geschichte, Dr. Lars-Arne Dannenberg, in den Beirat der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat gewählt. Die Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat (http://www.stiftung-mkr.de) fördert gemäß ihrem Satzungszweck Kultur und Wissenschaft im mitteldeutschen Raum, unterstützt Kulturveranstaltungen, Publikationen und Ausstellungen. Zu diesem Zweck gibt sie das Mitteldeutsche Jahrbuch für Kultur und Geschichte sowie den vier Mal im Jahr erscheinenden Kultur-Report heraus.

Im Kirchenschiff der Wenceslaikirche in Wurzen wird momentan eine raumgreifende Inszenierung aufgebaut. Sie ist Teil unserer Sonderausstellung, die ab 21. Mai 2018 an den Meißner Bischof Johann von Salhausen erinnert. Die kulturgeschichtliche Schau, die das Zentrum für Kultur//Geschichte im Auftrag der Stadt Wurzen geplant hat, würdigt den Einfluss des Kirchenfürsten auf Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur am Vorabend der Reformation. Am 9. Mai wurde die wertvollste Leihgabe angeliefert: Ein riesiges, über 40 Kilogramm schweres Chorbuch, das Johann von Salhausen für den Gottesdienst im Meißner Dom herstellen ließ. Zwei Restauratoren der Vereinigten Domstifter zu Merseburg, Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz holten die kostbare Last aus der Transportverpackung und platzierten sie in die eigens für dieses Buch angefertigte Vitrine.

Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath sind 2018 für fünf Sonder- und Dauerausstellungen verantwortlich. Dem Zentrum für Kultur//Geschichte oblagen jeweils die inhaltliche Recherche, das Verfassen der Ausstellungstexte, die Auswahl der Exponate sowie Absprachen mit Leihgebern. Damit hat sich das Zentrum für Kultur//Geschichte als verlässlicher Dienstleister für Museen und andere kulturhistorische Einrichtungen etabliert.

Unsere Ausstellungen 2018:

  1. Museum Mühlberg 1547 in Mühlberg/Elbe: Viele Wege führen nach Wittenberg. Kaiser Karl V. und sein Tross in Mühlberg und Mitteldeutschland 1546/47. Die Ausstellung des Museumsverbunds Landkreis Elbe-Elster wurde am 23. März eröffnet und ist noch bis 31. Oktober 2018 zu sehen.

  2. Schlossmuseum Pillnitz: „Macht Euern Dreck alleene!“ Der letzte sächsische König, seine Schlösser und die Revolution 1918. Die diesjährige Premium-Ausstellung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen wurde am 27. April eröffnet. Bis zum 4. November kann man sich über König Friedrich August III. und die Revolution in Sachsen informieren.

  3. St. Wenceslaikirche Wurzen: Mein Glauben! Meine Macht! Johann von Salhausen. Bischof – Bauherr – Landesvater. Die Ausstellung der Großen Kreisstadt Wurzen erinnert an einen bedeutenden Bischof von Meißen am Vorabend der Reformation. Die Ausstellungseröffnung findet am Pfingstmontag statt.

  4. Schloss Weesenstein: Böhmen ist mein Heimatland! Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918 – 1945. Die Ausstellung des Zentrums für Kultur//Geschichte gemeinsam mit den Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten Sachsen erinnert an das über Jahrhunderte fruchtbare Zusammenleben der Deutschen und Tschechen in Böhmen, das durch die nationalistischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts endete. Anlass der Ausstellung ist die Gründung der Tschechoslowakischen Republik vor 100 Jahren.

  5.  Dommuseum Meißen: Das Zentrum für Kultur//Geschichte ist mit der Planung für die Neugestaltung des Museums im Dom zu Meißen beauftragt worden. Der erste Teil des vollständig neugestalteten Dommuseums wird am 31. Oktober 2018 eröffnet werden.

Am 27. April 2018 eröffnete vor mehr als 200 geladenen Gästen die diesjährige Sonderausstellung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten (SBG) im Pillnitzer Schlosshof. Unter dem Titel „Macht euern Dreck alleene. Der letzte sächsische König, seine Schlösser und die Revolution 1918“ stellt sie vor dem Hintergrund des Endes der Monarchie und dem Schicksal des sächsischen Königshauses die revolutionären Ereignisse am Ende des Ersten Weltkrieges und den fundamentalen gesellschaftlichen Wandel in den Mittelpunkt. In seiner Eröffnungsansprache verwies Dr. Christian Striefler, Direktor der SBG, darauf, dass dies die einzige Ausstellung sei, die sich den Ereignissen der Novemberrevolution und der Gründung des ersten sächsischen Freistaates widmet.

Für die von Kuratoren Dr. Matthias Donath und Dr. Lars-Arne Dannenberg vom Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Ausstellung konnten bemerkenswerte, geschichtsträchtige Exponate zusammengetragen werden, wie der Originalschreibtisch, an dem Friedrich August seinen Thronverzicht unterzeichnete, oder bislang nie gezeigte Exponate aus dem Schlössern des Königshauses, deren Schicksal exemplarisch die schwierigen Verhandlungen zum Ausgleichsvertrag im Zusammenhang mit der Fürstenenteignung 1924 beleuchten, oder eine schirmlose Mütze (Krätzchen) mit rot übermalter Kokarde, die seinen Träger als Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats auswies. 

Die Ausstellung ist bis zum 4. November im Schloss Pillnitz geöffnet.

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter gleichnamiger Begleitband erschienen, der spannend und unterhaltsam verschiedene Facetten beleuchtet. 

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2018 zum "Europäischen Kulturerbejahr" ausgerufen. Projekte in allen Ländern der EU sollen das kulturelle Erbe sichtbar machen und einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat 30 deutsche Projekte ausgewählt. Eines davon wurde vom Zentrum für Kultur//Geschichte organisiert und vorgeschlagen: Unter der Überschrift "Die Herrnhuter. Von Sachsen nach Europa" widmen wir uns dem Erbe der Herrnhuter. 

Die weltumspannende Bewegung der Herrnhuter Brüdergemeine nahm in Sachsen ihren Ausgang. 1722 hatte Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700-1760) auf den Fluren des Ritterguts Berthelsdorf in der Oberlausitz (Sachsen) Glaubensflüchtlinge aus Mähren angesiedelt, denen die Ausübung des evangelischen Glaubens im Königreich Böhmen verboten worden war. So entstand 1722 die Siedlung Herrnhut. Eine Abendmahlsfeier am 13. August 1727 wurde als Erweckungserlebnis empfunden. Seither gilt dieser Tag gilt als Gründungstag der Evangelischen Brüder-Unität (auch Mährische Brüder, Moravians), einer weltweit verbreiteten evangelischen Freikirche.

Ausgehend von Herrnhut, dem zentralen Bezugspunkt der Glaubenstradition der Brüdergemeine, bildete sich ein europaweites Netzwerk von Niederlassungen der Herrnhuter heraus. Diese ca. 30 Orte zeichnen sich durch ein ganz eigenes, unverwechselbares Gepräge aus, das in vielen Orten bis heute ablesbar ist. In 7 europäischen Ländern bestehen noch lebendige oder ehemalige Herrnhuter-Siedlungen.

Ziel des Projektes ist es, ein Netzwerk der Herrnhuter-Siedlungen in Europa aufzubauen. Eingebunden werden alle, die heute die Herrnhuter-Siedlungen nutzen, betreiben, mit Leben erfüllen oder touristisch vermarkten. Über den Aufbau eines Netzwerk-Büros, gegenseitige Besuche und die Veranstaltung einer Konferenz in Herrnhut sollen die Verbindungen zwischen den Akteuren gestärkt werden. Zudem soll ein Wegweiser zu den Orten der Herrnhuter in sechs Sprachen herausgegeben werden. So entsteht eine europäische Kulturroute, die anhand des Erbes der Herrnhuter so wichtige Werte wie Glaubensfreiheit, Respekt vor anderen Sprachen und Kulturen sowie die Überwindung nationaler und konfessioneller Grenzen vermittelt.

Die Sonderausstellung im Museum "Mühlberg 1547" in Mühlberg/Elbe thematisiert die Reise Kaiser Karls V. im Jahr 1547 durch  Mitteldeutschland. Die Idee, ausgehend von der Schlacht bei Mühlberg den Weg des Kaisers zu behandeln, geht auf eine internationale Initiative  zurück: Der Landkreis Elbe-Elster trat 2017 dem Netzwerk "Europäische Kulturrouten Kaiser Karl V." bei, welches sich dem Erbe des deutschen Kaisers und spanischen Königs widmet. So entstand der Gedanke, die Reise des Kaisers aus dem süddeutschen Raum bzw. dem böhmischen Eger nach Wittenberg in einer Sonderschau zu rekonstruieren. 1547 führte Kaiser Karl V. ein Heer an, welches die evangelischen Reichsstände seiner Herrschaft unterwerfen wollte. Dank der Berichte eines spanischen Chronisten ist es möglich, alle Stationen des Kriegszuges nachzuzeichnen. Die Ausstellung zeigt, welche Spuren dieser Kriegszug in mitteldeutschen Raum hinterlassen hat. So wird auf der Burg Gnandstein bis heute an den Aufenthalt des Kaisers erinnert. Und in Glauchau-Jerisau ist ein Kaiserbildnis erhalten, welches der Legende nach von einem Hofmaler im Tross des Kaiser gefertigt worden sein soll.
Zu den reizvollen Inszenierungen der Sonderausstellung gehören zwei Medienstationen, die die Inhalte der Ausstellung spielerisch vermitteln: Auf einem Pferdesattel sitzend, kann man sich anhören, welche Absichten der Kaiser mit seinem Kriegszug hatte und was er dachte, als er 1547vor dem Grab Martin Luthers stand. Eine weitere Medienstation mit Touchscreen enthält 
einen Kaiser-Quiz. Hier können Kinder wie Erwachsene ihr Wissen testen.
Die Ausstellung hat den Titel "Viele Wege führen nach Wittenberg. Kaiser 
Karl V. und sein Tross in Mitteldeutschland und Mühlberg 1547". Sie wird am Freitag, 23. März 2018 um 16.00 Uhr im Museum "Mühlberg 1547" eröffnet und ist dort bis Ende Oktober zu sehen.

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