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Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Seit dem ersten Tag der Sachsen vor 27 Jahren ist das Herbst-Heft der "Sächsischen Heimatblätter" der Ausrichterstadt dieses größten sächsischen Volksfests gewidmet. Diesmal findet dieses Volksfest in Torgau statt, einer Stadt mit zahlreichen Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, aber auch einer spannenden jüngeren Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Am 29. August 2018 wurde die aktuelle Ausgabe der Oberbürgermeisterin Romina Barth im Beisein zahlreicher Autoren übergeben. Das Torgau-Heft ist die umfangreichste Ausgabe der "Sächsischen Heimatblätter", die jemals für eine Ausrichterstadt des Tags der Sachsen erstellt wurde. In 24 Beiträgen werden auf 130 Seiten verschiedenste Aspekte der Geschichte und Gegenwart angesprochen: Baudenkmale, Namenskunde, Naturraum, Stadtentwicklung, Lebensverhältnisse in vergangengen Jahrhunderten und heute. Etwa ein Drittel der Beiträge ist den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts gewidmet. Stichpunkte wie Wehrmachtsjustiz, Begegnung an der Elbe, Jugendwerkhof oder die Ereignisse 1989/90 seien da genannt. Was das Heft so einzigartig macht, ist die Fülle an Bildern, historischen Ansichten, Infografiken usw. So entstand eine spannende Zeitreise durch die Torgauer Geschichte, die sich an Touristen, an Wissenschaftler, aber auch an die Bewohner Torgaus selbst richtet.

Die Landsmannschaft im CC Cimbria Freiburg ist eine aktive schlagende Studentenverbindung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Sie wurde 1884 gegründet und ist 1950 mit der Landsmannschaft Thuringia Freiburg verschmolzen, die sich auf die 1885 gegründete Landsmannschaft, später Burschenschaft Saxo-Silesia zurückführt. Seit der Gründung wurde die archivalische Überlieferung von engagierten Alten Herren (nicht mehr studierenden Mitgliedern) gepflegt. Seit einigen Jahren ist Dr. Matthias Donath der Archivar der Landsmannschaft Cimbria. Der Archivbestand unterschiedlicher Provenienz wurde jetzt neu geordnet, in Archivkartons verpackt und in einem Findbuch verzeichnet. Die insgesamt 60 Verzeichnungseinheiten (insgesamt 5,3 laufende Meter) sind im Archiv des Herrenhauses Niederjahna aufgestellt und können von Mitgliedern der Landsmannschaft Cimbria sowie von interessierten Forschern auf Anfrage genutzt werden. Das Findbuch kann hier eingesehen werden.

Anlässlich des Sommerkonzerts im Rahmen der Konzertreihe „Sommerklänge. Musik im Meißner Land“ wurde am 5. August 2018 das Hausmuseum eröffnet. Es befindet sich im Erdgeschoss des Herrenhauses Niederjahna neben der Kapelle. Im Raum wurde ein Archivregal eingebaut. Die Schranktüren sind vollflächig als Museumstafeln gestaltet und bedruckt. Auf dieser „Museumswand“ wird die Geschichte des Dorfs und Ritterguts Niederjahna von den Anfängen bis zur Gegenwart erzählt. Zwei Vitrinen enthalten Fundstücke, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden und einen Einblick in die Lebensverhältnisse früherer Jahrhunderte geben. In Bilderrahmen werden einzelne Funde von Bildern und Dokumenten gezeigt, darunter Fragmente des 1945 zerstörten Gutsarchivs, ein zerfetztes Kaiserbildnis oder Briefe. Das Hausmuseum kann bei Veranstaltungen im Herrenhaus Niederjahna (Niederjahnaer Gespräche, Gottesdienste) besichtigt werden.

Vom 8. Juni bis 10. Juni 2018 traf sich die Historische Kommission des Sächsischen Adels in Dresden. Schwerpunktthema der durch das Zentrum für Kultur // Geschichte organisierten Veranstaltung war dieses Mal die Umbruchzeit nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Ende der Monarchie und den revolutionären Ereignissen bis zur Gründung des ersten sächsischen Freistaates. Zum Auftakt wurde die durch das Zentrum für Kultur // Geschichte kuratierte Sonderausstellung "Macht euern Dreck alleene" in Schloss Pillnitz besucht. Anschließend tagten die Teilnehmer auf Einladung des Hausherrn Dr. Hoch in der Loschwitzer Villa der Familie von Hausen. Die Tagung schloss eine Exkursion zu den nach 1918 verbliebenen wettinischen Gütern um Dresden.

Die vom Zentrum für Kultur//Geschichte erstellte Sonderausstellung über den Meißner Bischof Johann von Salhausen wurde am Pfingstmontag, 21. Mai 2018, mit einem ökumenischen Gottesdienst im Wurzener Dom und einem feierlichen Auftakt in der St. Wenceslaikirche eröffnet. Die Ausstellung füllt das Kirchenschiff der Wenceslaikirche, die vor mehr als 500 Jahren durch Johann von Salhausen als spätgotische Hallenkirche errichtet wurde. Das Dresdner Büro Whitebox schuf eine raumgreifende Ausstellungsinszenierung, die die Exponate und Beschriftungen überzeugend zusammenfasst. Der Ausstellung gingen rund 5 Jahre Gespräche mit Institutionen in Wurzen und möglichen Förderern in Sachsen voraus. Schließlich hat sich die Große Kreisstadt Wurzen entschieden, diese Ausstellung alleine zu stemmen – keine Selbstverständlichkeit für eine Stadt dieser Größe! Mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Wurzen fanden wir einen verlässslichen Partner, der den Ausstellungsraum zur Verfügung stellte. Erfreulich ist auch, wie viele Leihgeber (überwiegend aus dem kirchlichen Raum) hochwertige Exponate nach Wurzen gegeben haben. So wurde ein spätgotischer Flügelaltar von der Dorfkirche in Niederstriegis bei Roßwein nach Wurzen umgesetzt - ein großer und ungewöhnlicher Kunsttransport. Eine Bereicherung sind auch die Prozessionsstangen aus der Kapelle in Nauhain, die zusammen mit anderen Leihgaben aus Kamenz, Dippoldiswalde und Meißen einen sinnlichen Eindruck vom kirchlichen Leben am Vorabend der Reformation vermitteln. Die Ausstellung widmet sich nicht nur dem Leben und Wirken des Bischofs Johann von Salhausen, sondern versucht allgemein zu erklären, was ein Bischof  für Aufgaben hatte und wie Bistum und Hochstift Meißen in die politischen und kirchlichen Strukturen Sachsens eingebunden waren. Bewusst haben wir uns dabei für eine einfache, verständliche Sprache entschieden. Erzähler der Ausstellung ist der Bischof selbst. Er tritt in lebensgroßen Zeichnungen auf. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Ausstellung sind in der Ausgabe 2/2018 der „Sächsischen Heimatblätter“ veröffentlicht.

Die Ausstellung kann noch bis 3. Oktober 2018 besichtigt werden. Sie ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Vor Ort kann ein Kurzführer (4,00 Euro) erworben werden.

Auf der Jahreshauptversammlung des Mitteldeutschen Kulturrates in Bonn am 27.04.2018 wurde der Direktor des Zentrum für Kultur//Geschichte, Dr. Lars-Arne Dannenberg, in den Beirat der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat gewählt. Die Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat (http://www.stiftung-mkr.de) fördert gemäß ihrem Satzungszweck Kultur und Wissenschaft im mitteldeutschen Raum, unterstützt Kulturveranstaltungen, Publikationen und Ausstellungen. Zu diesem Zweck gibt sie das Mitteldeutsche Jahrbuch für Kultur und Geschichte sowie den vier Mal im Jahr erscheinenden Kultur-Report heraus.

Im Kirchenschiff der Wenceslaikirche in Wurzen wird momentan eine raumgreifende Inszenierung aufgebaut. Sie ist Teil unserer Sonderausstellung, die ab 21. Mai 2018 an den Meißner Bischof Johann von Salhausen erinnert. Die kulturgeschichtliche Schau, die das Zentrum für Kultur//Geschichte im Auftrag der Stadt Wurzen geplant hat, würdigt den Einfluss des Kirchenfürsten auf Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur am Vorabend der Reformation. Am 9. Mai wurde die wertvollste Leihgabe angeliefert: Ein riesiges, über 40 Kilogramm schweres Chorbuch, das Johann von Salhausen für den Gottesdienst im Meißner Dom herstellen ließ. Zwei Restauratoren der Vereinigten Domstifter zu Merseburg, Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz holten die kostbare Last aus der Transportverpackung und platzierten sie in die eigens für dieses Buch angefertigte Vitrine.

Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath sind 2018 für fünf Sonder- und Dauerausstellungen verantwortlich. Dem Zentrum für Kultur//Geschichte oblagen jeweils die inhaltliche Recherche, das Verfassen der Ausstellungstexte, die Auswahl der Exponate sowie Absprachen mit Leihgebern. Damit hat sich das Zentrum für Kultur//Geschichte als verlässlicher Dienstleister für Museen und andere kulturhistorische Einrichtungen etabliert.

Unsere Ausstellungen 2018:

  1. Museum Mühlberg 1547 in Mühlberg/Elbe: Viele Wege führen nach Wittenberg. Kaiser Karl V. und sein Tross in Mühlberg und Mitteldeutschland 1546/47. Die Ausstellung des Museumsverbunds Landkreis Elbe-Elster wurde am 23. März eröffnet und ist noch bis 31. Oktober 2018 zu sehen.

  2. Schlossmuseum Pillnitz: „Macht Euern Dreck alleene!“ Der letzte sächsische König, seine Schlösser und die Revolution 1918. Die diesjährige Premium-Ausstellung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen wurde am 27. April eröffnet. Bis zum 4. November kann man sich über König Friedrich August III. und die Revolution in Sachsen informieren.

  3. St. Wenceslaikirche Wurzen: Mein Glauben! Meine Macht! Johann von Salhausen. Bischof – Bauherr – Landesvater. Die Ausstellung der Großen Kreisstadt Wurzen erinnert an einen bedeutenden Bischof von Meißen am Vorabend der Reformation. Die Ausstellungseröffnung findet am Pfingstmontag statt.

  4. Schloss Weesenstein: Böhmen ist mein Heimatland! Deutsche und Tschechen in Nordböhmen 1918 – 1945. Die Ausstellung des Zentrums für Kultur//Geschichte gemeinsam mit den Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten Sachsen erinnert an das über Jahrhunderte fruchtbare Zusammenleben der Deutschen und Tschechen in Böhmen, das durch die nationalistischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts endete. Anlass der Ausstellung ist die Gründung der Tschechoslowakischen Republik vor 100 Jahren.

  5.  Dommuseum Meißen: Das Zentrum für Kultur//Geschichte ist mit der Planung für die Neugestaltung des Museums im Dom zu Meißen beauftragt worden. Der erste Teil des vollständig neugestalteten Dommuseums wird am 31. Oktober 2018 eröffnet werden.

Am 27. April 2018 eröffnete vor mehr als 200 geladenen Gästen die diesjährige Sonderausstellung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten (SBG) im Pillnitzer Schlosshof. Unter dem Titel „Macht euern Dreck alleene. Der letzte sächsische König, seine Schlösser und die Revolution 1918“ stellt sie vor dem Hintergrund des Endes der Monarchie und dem Schicksal des sächsischen Königshauses die revolutionären Ereignisse am Ende des Ersten Weltkrieges und den fundamentalen gesellschaftlichen Wandel in den Mittelpunkt. In seiner Eröffnungsansprache verwies Dr. Christian Striefler, Direktor der SBG, darauf, dass dies die einzige Ausstellung sei, die sich den Ereignissen der Novemberrevolution und der Gründung des ersten sächsischen Freistaates widmet.

Für die von Kuratoren Dr. Matthias Donath und Dr. Lars-Arne Dannenberg vom Zentrum für Kultur//Geschichte konzipierte Ausstellung konnten bemerkenswerte, geschichtsträchtige Exponate zusammengetragen werden, wie der Originalschreibtisch, an dem Friedrich August seinen Thronverzicht unterzeichnete, oder bislang nie gezeigte Exponate aus dem Schlössern des Königshauses, deren Schicksal exemplarisch die schwierigen Verhandlungen zum Ausgleichsvertrag im Zusammenhang mit der Fürstenenteignung 1924 beleuchten, oder eine schirmlose Mütze (Krätzchen) mit rot übermalter Kokarde, die seinen Träger als Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats auswies. 

Die Ausstellung ist bis zum 4. November im Schloss Pillnitz geöffnet.

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter gleichnamiger Begleitband erschienen, der spannend und unterhaltsam verschiedene Facetten beleuchtet. 

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2018 zum "Europäischen Kulturerbejahr" ausgerufen. Projekte in allen Ländern der EU sollen das kulturelle Erbe sichtbar machen und einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat 30 deutsche Projekte ausgewählt. Eines davon wurde vom Zentrum für Kultur//Geschichte organisiert und vorgeschlagen: Unter der Überschrift "Die Herrnhuter. Von Sachsen nach Europa" widmen wir uns dem Erbe der Herrnhuter. 

Die weltumspannende Bewegung der Herrnhuter Brüdergemeine nahm in Sachsen ihren Ausgang. 1722 hatte Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700-1760) auf den Fluren des Ritterguts Berthelsdorf in der Oberlausitz (Sachsen) Glaubensflüchtlinge aus Mähren angesiedelt, denen die Ausübung des evangelischen Glaubens im Königreich Böhmen verboten worden war. So entstand 1722 die Siedlung Herrnhut. Eine Abendmahlsfeier am 13. August 1727 wurde als Erweckungserlebnis empfunden. Seither gilt dieser Tag gilt als Gründungstag der Evangelischen Brüder-Unität (auch Mährische Brüder, Moravians), einer weltweit verbreiteten evangelischen Freikirche.

Ausgehend von Herrnhut, dem zentralen Bezugspunkt der Glaubenstradition der Brüdergemeine, bildete sich ein europaweites Netzwerk von Niederlassungen der Herrnhuter heraus. Diese ca. 30 Orte zeichnen sich durch ein ganz eigenes, unverwechselbares Gepräge aus, das in vielen Orten bis heute ablesbar ist. In 7 europäischen Ländern bestehen noch lebendige oder ehemalige Herrnhuter-Siedlungen.

Ziel des Projektes ist es, ein Netzwerk der Herrnhuter-Siedlungen in Europa aufzubauen. Eingebunden werden alle, die heute die Herrnhuter-Siedlungen nutzen, betreiben, mit Leben erfüllen oder touristisch vermarkten. Über den Aufbau eines Netzwerk-Büros, gegenseitige Besuche und die Veranstaltung einer Konferenz in Herrnhut sollen die Verbindungen zwischen den Akteuren gestärkt werden. Zudem soll ein Wegweiser zu den Orten der Herrnhuter in sechs Sprachen herausgegeben werden. So entsteht eine europäische Kulturroute, die anhand des Erbes der Herrnhuter so wichtige Werte wie Glaubensfreiheit, Respekt vor anderen Sprachen und Kulturen sowie die Überwindung nationaler und konfessioneller Grenzen vermittelt.

Die Sonderausstellung im Museum "Mühlberg 1547" in Mühlberg/Elbe thematisiert die Reise Kaiser Karls V. im Jahr 1547 durch  Mitteldeutschland. Die Idee, ausgehend von der Schlacht bei Mühlberg den Weg des Kaisers zu behandeln, geht auf eine internationale Initiative  zurück: Der Landkreis Elbe-Elster trat 2017 dem Netzwerk "Europäische Kulturrouten Kaiser Karl V." bei, welches sich dem Erbe des deutschen Kaisers und spanischen Königs widmet. So entstand der Gedanke, die Reise des Kaisers aus dem süddeutschen Raum bzw. dem böhmischen Eger nach Wittenberg in einer Sonderschau zu rekonstruieren. 1547 führte Kaiser Karl V. ein Heer an, welches die evangelischen Reichsstände seiner Herrschaft unterwerfen wollte. Dank der Berichte eines spanischen Chronisten ist es möglich, alle Stationen des Kriegszuges nachzuzeichnen. Die Ausstellung zeigt, welche Spuren dieser Kriegszug in mitteldeutschen Raum hinterlassen hat. So wird auf der Burg Gnandstein bis heute an den Aufenthalt des Kaisers erinnert. Und in Glauchau-Jerisau ist ein Kaiserbildnis erhalten, welches der Legende nach von einem Hofmaler im Tross des Kaiser gefertigt worden sein soll.
Zu den reizvollen Inszenierungen der Sonderausstellung gehören zwei Medienstationen, die die Inhalte der Ausstellung spielerisch vermitteln: Auf einem Pferdesattel sitzend, kann man sich anhören, welche Absichten der Kaiser mit seinem Kriegszug hatte und was er dachte, als er 1547vor dem Grab Martin Luthers stand. Eine weitere Medienstation mit Touchscreen enthält 
einen Kaiser-Quiz. Hier können Kinder wie Erwachsene ihr Wissen testen.
Die Ausstellung hat den Titel "Viele Wege führen nach Wittenberg. Kaiser 
Karl V. und sein Tross in Mitteldeutschland und Mühlberg 1547". Sie wird am Freitag, 23. März 2018 um 16.00 Uhr im Museum "Mühlberg 1547" eröffnet und ist dort bis Ende Oktober zu sehen.

Das europäische Kulturerbejahr wirft seine Schatten voraus. Das ZKG hat sich erfolgreich mit einem Projekt im Rahmen der EU-Kampagne Sharing Heritage beworben. Das Projekt "Von Sachsen nach Europa" will das europäische Erbe der Herrnhuter bewusst machen und insbesondere die Akteure an den historischen Stätten der Herrnhuter Siedlungen zusammenbringen. Zum Auftakt des Netzwerktreffens des Europäischen Kulturerbejahres 2018 am 12. Dezember 2017 im Martin-Gropius-Bau Berlin stellte Dr. Lars-Arne Dannenberg das Projekt vor.

Im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei organisierte und veranstaltete das Zentrum Kultur //Geschichte am Sitz der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Schützenhof, das Symposium "100 Jahre Freistaat Sachsen". Eingeladen waren Akteure aus Wissenschaft, Politik und Kultur, um zu erfahren, ob diese vielschichtige Epoche in Ausstellungen, Theater oder Film dargestellt wird und werden kann. Das Symposium diente dem Gedankenaustausch und der Netzwerkbildung.

Foto: Dr. Lars-Arne Dannenberg im Gespräch mit Werne Rellecke von der SLpB

Die Lutherdekade neigt sich dem Ende entgegen. Aller Orten lässt man die Ereignisse Revue passieren. In Wittenberg fand am 25. November 2017 die zentrale Abschlussveranstaltung mit der Fragestellung "Was bleibt?" statt. Dr. Lars-Arne Dannenberg vom Zentrum für Kultur // Geschichte stellte das internationale Verbundprojekt "Gesichter der Reformation" vor und diskutierte im Anschluss in der Podiumsrunde gemeinsam mit Alexander Garth, Christian Otto, Dr. Stefan Rhein, Astrid Mühlmann, Hathumar Drost und Ulrich Seelemann wie die dabei gemachten Erfahrungen für künftige Ereignisse und Jubiläen fruchtbar gemacht werden können. 

Der Elberadweg erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Jährlich sind tausende Radfahrer zwischen der deutsch-tschechischen Grenze und Hamburg unterwegs. Das Zentrum für Kutlur//Geschichte hat nun einladende und hochwertige Radwegetafeln entwickelt, die an mehreren Standorten auf beiden Seiten der Elbe aufgestellt wurden und auf die Sehenswürdigkeiten Mühlbergs hinweisen und zu einem Besuch der Stadt einladen.

Am 23. Oktober 2017 veranstalteten das Verbindungsbüro des Freistaats Sachsen in Prag, die Deutsche Botschaft in Prag, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und drei protestantische Kirchen in der Tschechischen Republik einen Festabend zum Gedenken an die Reformation vor 500 Jahren. Die Festveranstaltung begann in der sächsischen Vertretung und damit an einem historischen Ort: dem Wendischen Seminar auf der Prager Kleinseite. Hier waren die Ausstellungen „Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien“ sowie eine Präsentation zu den Epitaphien in Zittau aufgebaut worden. Nach Grußworten von Dr. David Michel, dem Leiter des sächsischen Verbindungsbüros, und Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, hielt Dr. Matthias Donath vom Zentrum für Kultur//Geschichte die Festrede. Er sprach über „Spuren der Reformation im böhmisch-sächsischen Grenzraum“ und betonte das gemeinsame grenzüberschreitende Erbe der Reformation, das in der Tschechischen Republik von drei evangelischen Kirchen weitergetragen wird. Anwesend waren der Patriarch der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, Tomáš Butta, der Bischof der Schlesischen Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses, Magister Tomáš Tyrlík, als Vertreter der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder der Kirchenrat für Internationale Beziehungen dieser Kirche, Dr. Oliver Engelhardt, sowie der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Dr. Carsten Rentzing. Anschließend wurde der Festabend in der Deutschen Botschaft im Lobkowicz-Palais fortgesetzt, wo Botschafter Dr. Christoph Israng die Gäste in den historischen Räumlichkeiten empfing. Unter den Gästen befand sich neben zahlreichen Kirchenvertretern Prinzessin Johanna von Lobkowicz, geb. Gräfin von Castell-Castell.

Unter dem Thema „Vertreibung –Neuansiedlung – Integration. Migrationsprozesse links und rechts der Neiße nach 1945“fanden am 21.10.2017 die Krobnitzer Gespräche auf Schloss Krobnitz bei Görlitz statt. Sie wurden durch das Zentrum für Kultur//Geschichte organisiert. Ausgangspunkt waren die Präsentation der Ergebnisse des in der Trägerschaft der Zittauer Museen stehenden und durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien geförderten Forschungsprojekts „Ich konnte meinen Hof doch sehen. Vertreibung und Integration im Zittauer Zipfel 1945-1950/51“ sowie ein Fazit.

 Außerdem wollten wir mit den Vertriebenen noch einmal ins Gespräch kommen.

In seinen nachdenklich stimmenden Grußworten wies der Görlitzer Landrat Bernd Lange darauf hin, dass uns heute wieder Flucht und Vertreibung ganz plastisch vor Augen stehen, auch wenn dies nicht mit den Ereignissen vor reichlich 70 Jahren vergleichbar ist. Die Verwerfungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind in nahezu jeder Familie im deutsch-polnischen Grenzgebiet in irgendeiner Weise präsent.

>Dr. Lars-Arne Dannenberg skizzierte zunächst die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten rechts der Neiße und ihren Neuanfang und Integration auf dem linken Neißeufer, während Dr. Matthias Donath die polnische Inbesitznahme und Besiedlung der rechtsseitigen Gebiete vorstellte. Einen Sonderfall stellte die weitgehend geschlossene Ansiedlung vertriebener Deutscher aus dem Gablonzer Raum in Nordböhmen aufgrund aufeinander aufbauender Gewerke in einer hochspezialisierten Schmuckindustrie dar, was sogar zur Ortsgründung von Neu Gablonz auf einem ehemaligen Militärgelände in der Nähe von Kaufbeuren führte. Zwar musste die Leiterin des Isergebirgsmuseums in Neu Gablonz, Ute Hultsch, aufgrund einer Erkrankung ihre Teilnahme kurzfristig absagen, sie stellte aber einen eindrücklichen Kurzfilm zur Verfügung. Schließlich erläuterte Dr. Jens Baumann vom Sächsischen Ministerium des Innern die Anstrengungen des Freistaates bei der Umsetzung der Vorgaben von § 96 BVFG bei der Pflege des Kulturgutes der Vertriebenen und Flüchtlinge sowie der Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Am 12. November 2017 präsentierte das Verbindungsbüro des Freistaats Sachsen in Brüssel die Ausstellung "Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, in Böhmen und Schlesien" in der Deutschen Botschaft in Belgien – und damit im Herzen der Europäischen Union. Etwa 130 Gäste, überwiegend aus den Institutionen der EU, folgten der Einladung. Im Anschluss an die Begrüßung durch den deutschen Botschafter und Bernd Lange, Landrat des Landkreises Görlitz sowie Kulturkonventsvorsitzender, hielt Dr. Matthias Donath die Festrede, in der er die Bedeutung der Oberlausitz als Ort der Glaubensfreiheit und Toleranz im Zeitalter der Glaubensspaltung hervorhob. Dabei ging er unter anderem auf das international bedeutsame Wirken der Herrnhuter Brüdergemeine ein, einer evangelischen Freikirche, die in der Oberlausitz ihre Wurzeln hat. Die Vertreter der Botschaften Tschechiens und Polens trugen sehr persönliche Gedanken vor. So erzählte die Vertreterin der tschechischen Botschaft von ihrem Vater, einem Pfarrer der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, und der Verfolgung ihrer Kirche während der kommunistischen Herrschaft.

Vor 500 Jahren wurde erstmals der Begriff „Lommatzscher Pflege“ verwendet. Dieses Jubiläum, das in Lommatzsch und Umgebung mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wird, bot den Anlass, dieser geschichtsträchtigen Region ein Themenheft der „Sächsischen Heimatblätter“ zu widmen. Seit 2015 arbeiteten die Herausgeber der größten sächsischen Heimatzeitschrift an dieser Idee. Sie konnten zahlreiche Akteure aus der Lommatzscher Pflege zur Mitarbeit gewinnen, darunter zwei ehemalige Bürgermeister sowie eine aktive Bürgermeisterin. Nunmehr ist das Heft, die Ausgabe 4/2017 der „Sächsischen Heimatblätter“, erschienen. In 15 Beiträgen gibt es auf 150 Seiten einen umfassenden Überblick über Naturraum, Geschichte, Landschaft und Dorfentwicklung.

Die Publikation wird kostenfrei abgegeben. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Förderverein für Heimat und Kultur in der Lommatzscher Pflege e.V. unter der Tel.: 03521 – 4760821 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alternativ können Sie einzelne Hefte auch direkt beim Zentrum für Kultur//Geschichte, Dorfstraße 3, 01665 Käbschütztal OT Niederjahna abholen oder sie sich gegen eine Versandkostenpauschale von 5,00 Euro (für Verpackung, Versandmaterial, Porto) zusenden lassen.

Die „Sächsischen Heimatblätter“ berichten in einen breiten Überblick über Kunst, und Kultur, Natur und Denkmalpflege, Geschichte und Volkskunde. Dabei berücksichtigen sie alle Landschaften der sächsischen Heimat. Jeder Jahrgang umfasst bis zu 500 Seiten mit durchgängig farbigen, reich illustrierten und verständlichen geschriebenen Beiträgen. Bestellungen richten Sie bitte an:

Zentrum für Kultur//Geschichte, Dorfstraße 3, 01665 Niederjahna oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Konzept, einzelne Kulturlandschaften Sachsens in Geschichte und Gegenwart vorzustellen, wollen die Herausgeber der „Sächsischen Heimatblätter“ zukünftig auch auf andere sächsische Regionen übertragen. Dadurch können auch andere LEADER-Gebiete eine wesentliche stärkere Beobachtung erfahren, was sich wiederum auf die Identität und das Gemeinschaftsgefühl auswirkt. 

Das Heft ist leider vergriffen.

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Auf Einladung des Augsburger Landrats Martin Sailer macht die erfolgreiche Ausstellung „Gesichter der Reformation“ des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien derzeit Station in Augsburg. Die Stadt spielte eine wichtige Rolle im Reformationsprozess und gab der grundlegenden Bekenntnisschrift der Lutheraner, der Confessio Augustana, ihren Namen.

Der Görlitzer Landrat und zugleich Kulturkonventsvorsitzende Bernd Lange ließ es sich nicht nehmen, die Ausstellung mit seinem Amtskollegen Landrat Sailer am 24. September zu eröffnen. Eingeführt wurden die Gäste durch den Kurator der Ausstellung, Dr. Lars-Arne Dannenberg.

Durch die großzügige Präsentation im Foyer des Landratsamts Augsburg können die interessierten Besucher sich mit der spannenden Geschichte des Dreiländerecks vertraut machen und in Zukunft vielleicht selbst einmal die Region zu entdecken. 

Dr. Lars-Arne Dannenberg und der Augsburger Landrat Martin Sailer im Gespräch (Foto: Annemarie Neher)

 

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