Aktuelles

Wir machen Kultur//Geschichte lebendig!

Das Zentrum für Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen. Zu den Kernkompetenzen gehört die gesamte Bandbreite des Projektmanagement, angefangen mit der Projektentwicklung, der Evaluierung und Optimierung von Projekten, über die Projektsteuerung bis hin zum Monitoring. Das Zentrum ist ein erfahrener Partner bei der Entwicklung von serviceorientierten Tourismuskonzepten und unterstützt bei der Entwicklung individueller Tourismusstrategien. Wir bieten maßgeschneiderte Leistungen u. a. in Form von Ausstellungen, Museumskonzeptionen, Publikationen, Recherchen und Exkursionen. Unsere Arbeiten sind wissenschaftlich fundiert und dennoch allgemeinverständlich. Moderne Publikationen mit zahlreichen Hintergrundinformationen regen zum Mitdenken an und sind optisch ansprechend gestaltet. Erst dadurch lassen sich Kultur und Geschichte mit allen Sinnen erfahren.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsspektrum und unsere Arbeitsweise.

Das europäische Kulturerbejahr wirft seine Schatten voraus. Das ZKG hat sich erfolgreich mit einem Projekt im Rahmen der EU-Kampagne Sharing Heritage beworben. Das Projekt "Von Sachsen nach Europa" will das europäische Erbe der Herrnhuter bewusst machen und insbesondere die Akteure an den historischen Stätten der Herrnhuter Siedlungen zusammenbringen. Zum Auftakt des Netzwerktreffens des Europäischen Kulturerbejahres 2018 am 12. Dezember 2017 im Martin-Gropius-Bau Berlin stellte Dr. Lars-Arne Dannenberg das Projekt vor.

Im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei organisierte und veranstaltete das Zentrum Kultur //Geschichte am Sitz der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Schützenhof, das Symposium "100 Jahre Freistaat Sachsen". Eingeladen waren Akteure aus Wissenschaft, Politik und Kultur, um zu erfahren, ob diese vielschichtige Epoche in Ausstellungen, Theater oder Film dargestellt wird und werden kann. Das Symposium diente dem Gedankenaustausch und der Netzwerkbildung.

Foto: Dr. Lars-Arne Dannenberg im Gespräch mit Werne Rellecke von der SLpB

Die Lutherdekade neigt sich dem Ende entgegen. Aller Orten lässt man die Ereignisse Revue passieren. In Wittenberg fand am 25. November 2017 die zentrale Abschlussveranstaltung mit der Fragestellung "Was bleibt?" statt. Dr. Lars-Arne Dannenberg vom Zentrum für Kultur // Geschichte stellte das internationale Verbundprojekt "Gesichter der Reformation" vor und diskutierte im Anschluss in der Podiumsrunde gemeinsam mit Alexander Garth, Christian Otto, Dr. Stefan Rhein, Astrid Mühlmann, Hathumar Drost und Ulrich Seelemann wie die dabei gemachten Erfahrungen für künftige Ereignisse und Jubiläen fruchtbar gemacht werden können. 

Der Elberadweg erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Jährlich sind tausende Radfahrer zwischen der deutsch-tschechischen Grenze und Hamburg unterwegs. Das Zentrum für Kutlur//Geschichte hat nun einladende und hochwertige Radwegetafeln entwickelt, die an mehreren Standorten auf beiden Seiten der Elbe aufgestellt wurden und auf die Sehenswürdigkeiten Mühlbergs hinweisen und zu einem Besuch der Stadt einladen.

Am 23. Oktober 2017 veranstalteten das Verbindungsbüro des Freistaats Sachsen in Prag, die Deutsche Botschaft in Prag, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und drei protestantische Kirchen in der Tschechischen Republik einen Festabend zum Gedenken an die Reformation vor 500 Jahren. Die Festveranstaltung begann in der sächsischen Vertretung und damit an einem historischen Ort: dem Wendischen Seminar auf der Prager Kleinseite. Hier waren die Ausstellungen „Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien“ sowie eine Präsentation zu den Epitaphien in Zittau aufgebaut worden. Nach Grußworten von Dr. David Michel, dem Leiter des sächsischen Verbindungsbüros, und Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, hielt Dr. Matthias Donath vom Zentrum für Kultur//Geschichte die Festrede. Er sprach über „Spuren der Reformation im böhmisch-sächsischen Grenzraum“ und betonte das gemeinsame grenzüberschreitende Erbe der Reformation, das in der Tschechischen Republik von drei evangelischen Kirchen weitergetragen wird. Anwesend waren der Patriarch der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, Tomáš Butta, der Bischof der Schlesischen Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses, Magister Tomáš Tyrlík, als Vertreter der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder der Kirchenrat für Internationale Beziehungen dieser Kirche, Dr. Oliver Engelhardt, sowie der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Dr. Carsten Rentzing. Anschließend wurde der Festabend in der Deutschen Botschaft im Lobkowicz-Palais fortgesetzt, wo Botschafter Dr. Christoph Israng die Gäste in den historischen Räumlichkeiten empfing. Unter den Gästen befand sich neben zahlreichen Kirchenvertretern Prinzessin Johanna von Lobkowicz, geb. Gräfin von Castell-Castell.

Unter dem Thema „Vertreibung –Neuansiedlung – Integration. Migrationsprozesse links und rechts der Neiße nach 1945“fanden am 21.10.2017 die Krobnitzer Gespräche auf Schloss Krobnitz bei Görlitz statt. Sie wurden durch das Zentrum für Kultur//Geschichte organisiert. Ausgangspunkt waren die Präsentation der Ergebnisse des in der Trägerschaft der Zittauer Museen stehenden und durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien geförderten Forschungsprojekts „Ich konnte meinen Hof doch sehen. Vertreibung und Integration im Zittauer Zipfel 1945-1950/51“ sowie ein Fazit.

 Außerdem wollten wir mit den Vertriebenen noch einmal ins Gespräch kommen.

In seinen nachdenklich stimmenden Grußworten wies der Görlitzer Landrat Bernd Lange darauf hin, dass uns heute wieder Flucht und Vertreibung ganz plastisch vor Augen stehen, auch wenn dies nicht mit den Ereignissen vor reichlich 70 Jahren vergleichbar ist. Die Verwerfungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind in nahezu jeder Familie im deutsch-polnischen Grenzgebiet in irgendeiner Weise präsent.

>Dr. Lars-Arne Dannenberg skizzierte zunächst die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten rechts der Neiße und ihren Neuanfang und Integration auf dem linken Neißeufer, während Dr. Matthias Donath die polnische Inbesitznahme und Besiedlung der rechtsseitigen Gebiete vorstellte. Einen Sonderfall stellte die weitgehend geschlossene Ansiedlung vertriebener Deutscher aus dem Gablonzer Raum in Nordböhmen aufgrund aufeinander aufbauender Gewerke in einer hochspezialisierten Schmuckindustrie dar, was sogar zur Ortsgründung von Neu Gablonz auf einem ehemaligen Militärgelände in der Nähe von Kaufbeuren führte. Zwar musste die Leiterin des Isergebirgsmuseums in Neu Gablonz, Ute Hultsch, aufgrund einer Erkrankung ihre Teilnahme kurzfristig absagen, sie stellte aber einen eindrücklichen Kurzfilm zur Verfügung. Schließlich erläuterte Dr. Jens Baumann vom Sächsischen Ministerium des Innern die Anstrengungen des Freistaates bei der Umsetzung der Vorgaben von § 96 BVFG bei der Pflege des Kulturgutes der Vertriebenen und Flüchtlinge sowie der Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Am 12. November 2017 präsentierte das Verbindungsbüro des Freistaats Sachsen in Brüssel die Ausstellung "Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, in Böhmen und Schlesien" in der Deutschen Botschaft in Belgien – und damit im Herzen der Europäischen Union. Etwa 130 Gäste, überwiegend aus den Institutionen der EU, folgten der Einladung. Im Anschluss an die Begrüßung durch den deutschen Botschafter und Bernd Lange, Landrat des Landkreises Görlitz sowie Kulturkonventsvorsitzender, hielt Dr. Matthias Donath die Festrede, in der er die Bedeutung der Oberlausitz als Ort der Glaubensfreiheit und Toleranz im Zeitalter der Glaubensspaltung hervorhob. Dabei ging er unter anderem auf das international bedeutsame Wirken der Herrnhuter Brüdergemeine ein, einer evangelischen Freikirche, die in der Oberlausitz ihre Wurzeln hat. Die Vertreter der Botschaften Tschechiens und Polens trugen sehr persönliche Gedanken vor. So erzählte die Vertreterin der tschechischen Botschaft von ihrem Vater, einem Pfarrer der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, und der Verfolgung ihrer Kirche während der kommunistischen Herrschaft.

Vor 500 Jahren wurde erstmals der Begriff „Lommatzscher Pflege“ verwendet. Dieses Jubiläum, das in Lommatzsch und Umgebung mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wird, bot den Anlass, dieser geschichtsträchtigen Region ein Themenheft der „Sächsischen Heimatblätter“ zu widmen. Seit 2015 arbeiteten die Herausgeber der größten sächsischen Heimatzeitschrift an dieser Idee. Sie konnten zahlreiche Akteure aus der Lommatzscher Pflege zur Mitarbeit gewinnen, darunter zwei ehemalige Bürgermeister sowie eine aktive Bürgermeisterin. Nunmehr ist das Heft, die Ausgabe 4/2017 der „Sächsischen Heimatblätter“, erschienen. In 15 Beiträgen gibt es auf 150 Seiten einen umfassenden Überblick über Naturraum, Geschichte, Landschaft und Dorfentwicklung.

Die Publikation wird kostenfrei abgegeben. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Förderverein für Heimat und Kultur in der Lommatzscher Pflege e.V. unter der Tel.: 03521 – 4760821 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alternativ können Sie einzelne Hefte auch direkt beim Zentrum für Kultur//Geschichte, Dorfstraße 3, 01665 Käbschütztal OT Niederjahna abholen oder sie sich gegen eine Versandkostenpauschale von 5,00 Euro (für Verpackung, Versandmaterial, Porto) zusenden lassen.

Die „Sächsischen Heimatblätter“ berichten in einen breiten Überblick über Kunst, und Kultur, Natur und Denkmalpflege, Geschichte und Volkskunde. Dabei berücksichtigen sie alle Landschaften der sächsischen Heimat. Jeder Jahrgang umfasst bis zu 500 Seiten mit durchgängig farbigen, reich illustrierten und verständlichen geschriebenen Beiträgen. Bestellungen richten Sie bitte an:

Zentrum für Kultur//Geschichte, Dorfstraße 3, 01665 Niederjahna oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Konzept, einzelne Kulturlandschaften Sachsens in Geschichte und Gegenwart vorzustellen, wollen die Herausgeber der „Sächsischen Heimatblätter“ zukünftig auch auf andere sächsische Regionen übertragen. Dadurch können auch andere LEADER-Gebiete eine wesentliche stärkere Beobachtung erfahren, was sich wiederum auf die Identität und das Gemeinschaftsgefühl auswirkt. 

Das Heft ist leider vergriffen.

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Auf Einladung des Augsburger Landrats Martin Sailer macht die erfolgreiche Ausstellung „Gesichter der Reformation“ des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien derzeit Station in Augsburg. Die Stadt spielte eine wichtige Rolle im Reformationsprozess und gab der grundlegenden Bekenntnisschrift der Lutheraner, der Confessio Augustana, ihren Namen.

Der Görlitzer Landrat und zugleich Kulturkonventsvorsitzende Bernd Lange ließ es sich nicht nehmen, die Ausstellung mit seinem Amtskollegen Landrat Sailer am 24. September zu eröffnen. Eingeführt wurden die Gäste durch den Kurator der Ausstellung, Dr. Lars-Arne Dannenberg.

Durch die großzügige Präsentation im Foyer des Landratsamts Augsburg können die interessierten Besucher sich mit der spannenden Geschichte des Dreiländerecks vertraut machen und in Zukunft vielleicht selbst einmal die Region zu entdecken. 

Dr. Lars-Arne Dannenberg und der Augsburger Landrat Martin Sailer im Gespräch (Foto: Annemarie Neher)

 

Im Rahmen der Sächsischen Länderwoche, in der sich der Freistaat Sachsen im Reformationsjahr mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in Wittenberg präsentierte, organisierte das Zentrum für Kultur//Geschichte die abschließende Podiumsdiskussion am 2. September unter dem Motto: 10 Jahre Lutherdekade - was bleibt? Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath. Als Gesprächspartner hatten sie zu Gast Pfarrer im Ruhestand Heiner Sandig, langjähriger Landtagsabgeordneter und Ausländerbeauftragter Sachsens, Frank Richter, von 2009 bis Januar 2017 Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und seit Februar 2017 Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden, sowie Dr. Michael Beyer, Reformationsforscher und Experte für Lutherrezeption. 

In der Gesprächsrunde wurde das Jubiläum auch durchaus kritisch hinterfragt, etwa ob nicht die Person Martin Luthers zu sehr in den Mittelpunkt gerückt wurde anstatt den Reformationsprozess, ob die historische Erinnerung das Gedenken zum Nachteil der religiös-spirituellen Besinnung überwiegt, dass ein solch fundamentales Ereignis mit derart intensiver und langer Vorbereitung auch anders hätte gefeiert werden können, oder wie das starke staatliche Engagement angesichts der Trennung von Staat und Kirche zu bewerten ist. Grundsätzlich aber, da waren sich die Gesprächsteilnehmer einig, hat die Vermittlung in die Gesellschaft hinein funktioniert, da es eben nicht nur Ausstellungen und (wissenschaftliche) Publikationen waren, sondern es auch zahlreiche aktive Formate, Installationen, Theaterstücke und dergleichen gab und dabei auch aktuell berührende Fragestellungen angesprochen wurden.

Im Heimatmuseum der Stadt Wilsdruff ist seit dem 8. Juli 2017 die Sonderausstellung „Rotgrüne Löwen. Die Familie von Schönberg im Wilsdruffer Land“. Sie beruht auf den Forschungen von Dr. Matthias Donath, der sich intensiv mit der Familie von Schönberg befasst und 2014 das Buch „Rotgrüne Löwen“ veröffentlicht hat. Mit ihm hat das Heimatmuseum Wilsdruff erstmals einen externen Kurator beauftragt, eine Sonderausstellung zu gestalten. Stücke aus dem Heimatmuseum und Exponate von über zehn Leihgebern verdeutlich die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Schönbergs für Wilsdruff und Umgebung. Das Schloss Rothschönberg bei Wilsdruff war der Stammsitz der Familie; die Kleinstadt Wilsdruff wurde um 1420 dem Herrschaftskomplex hinzugefügt. Die prägende Anwesenheit der in mehrere Zweige geteilten Familie endete 1945 mit der Enteignung der Rittergüter Rothschönberg, Limbach, Wilsdruff sowie Nieder- und Oberreinsberg. Die Ausstellung erklärt Herrschaftsausübung, Familienverständnis, Bewirtschaftung der Rittergüter, Stiftungen für Kirche und Gesellschaft sowie die Bodenreform und die Verfolgungen im 20. Jahrhundert. Mehrere, teils großformatige Gemälde sowie Fotografien zeigen die Familienmitglieder, die im Wilsdruffer Land gelebt haben.

Die Ausstellung wurde am 8. Juli 2017 von Bürgermeister Ralf Rother, Museumsleiterin Angelika Marienfeldt und Kurator Dr. Matthias Donath eröffnet. Zur Ausstellungseröffnung erklangen Lieder des Dresdner Komponisten Johann Gottlieb Naumann (1741-1801). Sie passten deshalb zum Thema, weil Peter August von Schönberg (1732-1791), Hausmarschall des Kurfürsten von Sachsen, den noch jungen Komponisten, der später als „Dresdner Mozart“ bekannt wurde, förderte. Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Oktober zu sehen. Zum Abschluss bietet Dr. Matthias Donath eine Sonderführung an (Sonntag, 8. Oktober 2017, 15 Uhr).

Schloss Nossen „Heimat bleibt“

In den letzten Jahren hat sich das Zentrum für Kultur//Geschichte nicht nur mit dem Schicksal vertriebener Familien aus Sachsen, Böhmen und Schlesien befasst, sondern 25 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Regimes und der Möglichkeit der Rückkehr auch mit der Wiederansiedlung. Dabei entstand die Wanderausstellung „Heimat bleibt. Vertriebene Familien kehren zurück“, die in deutscher, polnischer und tschechischer Sprache über die Familienschicksale berichtet. Im Mittelpunkt stehen jene Familien, die sich nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft zu einer Rückkehr in die angestammte Heimat entschieden haben – obwohl seit der Vertreibung mehrere Jahrzehnte vergangen waren und oftmals keine Restitution von enteignetem Vermögen zu erwarten war. Unsere Forschungen ergaben, dass überwiegend Angehörige adliger Familien eine Neuansiedlung in Schlesien und Böhmen gewagt haben. Im Vergleich wird die Situation in Sachsen dargestellt, wo nach dem Ende der DDR etwa 30 Adelsfamilien in ihre alte Heimat zurückgekehrt sind. Die Ausstellung ist nach ihrer Präsentation in Krobnitz bei Görlitz jetzt im Westflügel des Schlosses Nossen zu sehen. Bis zum 6. November 2017 bietet sich die Möglichkeit, Einblicke in die unterschiedlichen rechtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen in Deutschland, Polen und Tschechien zu gewinnen. Am 22. Oktober 2017, 15.00 Uhr findet eine Sonderführung durch Dr. Matthias Donath estatt. Zur Ausstellung erschien eine reich bebilderte Begleitpublikation (110 Seiten, farbig, 9,80 Euro), die vor Ort erworben werden kann.

Das Herrenhaus Niederjahna ist nicht nur der Sitz des Zentrums für Kultur//Geschichte. Im Erdgeschoss befindet sich nunmehr auch die Kapelle St. Donatus. Am 7. August 2017 (nach dem kirchlichen Kalender ist das der Festtag des heiligen Donatus) wurde die neugestaltete evangelisch-lutherische Kapelle mit einem festlichen Gottesdienst in den kirchlichen Dienst genommen. Die Weihe vollzog der Meißner Dompropst und Superintendent i.R. Andreas Stempel unter Mitwirkung von Pfarrer Uwe Haubold und Pfarrer Bernd Oehler (Kirchgemeinde St. Afra in Meißen) und von Rittern des Johanniterordens. In der Kapelle werden zukünftig Gottesdienste und Andachten stattfinden, vor allem für die Bewohner von Niederjahna und anderen Dörfer der Umgebung. Hier gab es nie eine Kirche, da die Dörfer allesamt zum weit ausgreifenden Pfarrsprengel von St. Afra in Meißen gehörten. Mit der Einrichtung einer Kapelle wird die Kirchgemeinde St. Afra wieder in den Afranischen Dörfern der Lommatzscher Pflege präsent sein. Dr. Matthias Donath als Hausherr und Ehrenritter des Johanniterordens wird regelmäßig zu Gottesdiensten und Andachten einladen. Einmal im Monat finden im Herrenhaus Niederjahna außerdem die „Niederjahnaer Gespräche“ statt – eine Veranstaltungsreihe mit christlichem Hintergrund.

Die Kapelle ist dem heiligen Donatus von Arezzo geweiht, dem Patron des Meißner Doms und des alten Bistums Meißen. Der Familienname Donath leitet sich von dem Heiligennamen Donatus ab.

Die vom Zentrum Kultur//Geschichte konzipierte und gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa (DKF) erstellte Publikation "Das Erbe der Reformation im östlichen Europa. Orte evangelischer Kultur und Geschichte in Polen, Russland, Tschechien, Slowakai, Urngarn und Rumänien" ist erschienen. Die durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland geförderte Studie stellt augewählte Orte der Reformation in Ostmittel- und Südosteuropa vor. Die reicht bebilderte Broschüre erscheint in sechs Sprachen (deutsch, polnisch, tschechisch, slowakisch, ungarisch und rumänisch) und kann gemeinsam mit den von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien geförderten Ausstellungen zum evangischen Erbe in Ländern Osteuropas, von denen das Zentrum Kultur//Geschichte einige konzipiert hat, über das DKF bezogen werden.

Der 2014 gegründete Freundeskreis Schlösserland Sachsen fördert und unterstützt Maßnahmen zur Erhaltung kulturellen Erbes in Sachsen. Er bildet ein Netzwerk staatlicher, kommunaler und privater Schlösser und ähnlicher Objekte. Die derzeit rund 180 Mitglieder vertreten 53 Burgen, Schlösser und Gärten unterschiedlicher Größe, verteilt auf ganz Sachsen. Auf der Mitgliederversammlung, die am 18. Juni 2017 in Hirschstein (Landkreis Meißen) stattfand, legte der Vorstand über die ersten 3 ½ Jahre Rechenschaft ab. Dr. Matthias Donath, der seit der Gründung dem Verein vorsteht, wurde erneut für drei Jahre zum Vorsitzenden gewählt.

Am Sonnabend, den 20. Mai 2017 findet die durch das Zentrum für Kultur//Geschichte organisierte Jahrestagung des Sächsischen Adels auf Schloss Lauterbach, Gemeinde Ebersbach bei Meißen statt. Tagungsbeginn ist 10.00 Uhr. Die Tagung steht unter der Thematik "Aufsteiger und Nobilitierung in der frühen Neuzeit". Gäste sind herzlich willkommen.

Der Luftfahrttechnische Museumsverein Rothenburg e.V.lädt in Zusammenarbeit mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Flugplatz Berlin-Gatow und der Stadt Rothenburg

zur Buchpräsentation „Stets wachsam und verteidigungsbereit“ Die Geschichte des Flugplatzes Rothenburg/Oberlausitz 1953–1991 mit dem Autor Dr. Lars-Arne Dannenberg am Freitag den 19. Mai 2017 um 18:00 Uhr, in die Aula der Oberschule Rothenburg, Friedensstraße 124 ein.

 

In der Schriftenreihe des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, Flugplatz Gatow ist die Geschichte des Flugplatzes Rothenburg erschienen. Der Standort weist einige Besonderheiten auf. Zu Beginn der 1950er Jahre auf der grünen Wiese entstanden, ohne einen älteren Vorgänger. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde der Militärflugplatz nocht mehr benötigt. Der Standort Rothenburg wurde aufgelöst. In Rothenburg befand sich das Ausbildungsgeschwader. Insofern war jeder MiG-Pilot der NVA in Rothenburg. Nicht die Technik, wie die legendäre MiG 21, steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Erlaubt spannende Einsichten in die DDR-Gesellschaft und ihre Armee.

Am 22. April 2017 wurde die Sonderausstellung „Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal. 500 Jahre evangelisches Leben in Mühlberg“ im Museum Mühlberg 1547 eröffnet. Die Ausstellung ist – aus Anlass des Reformationsjubiläums - der Reformation in Mühlberg und den Wechselwirkungen kirchlichen Lebens vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart gewidmet. Zur Vorbereitung sichteten Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath, die als Kuratoren das Ausstellungsvorhaben betreuten, Archivalien im Hauptstaatsarchiv Dresden, in der SLUB Dresden, im Stadtarchiv Mühlberg und im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Mühlberg. Zu ihren Neuentdeckungen gehört u.a. die älteste Stadtansicht Mühlbergs. Sie wurde 1575 auf einer Papierrolle gezeichnet, mit der der Dresdner Hof eine Reise Kurfürst Augusts von Sachsen zum Kurfürstentag 1575 in Regensburg dokumentierte. Die Ausstellung berichtet auch über die Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Mühlberg, etwa über den Kampf gegen die Kirche in den frühen Jahren der DDR (Verhaftung und Geheimprozess gegen den Mühlberger Pfarrer Ernst-August Ide), die Beteiligung der Christen an der Friedlichen Revolution 1989/90 und die Beteiligung evangelischer und katholischer Christen am öffentlichen Leben in Mühlberg heute.

Zur Ausstellungseröffnung sprachen Landrat Christian Heinrich-Jaschinski sowie Brigitte Faber-Schmidt, die Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg. Die Ausstellung ist in das Veranstaltungsprogramm des Kulturlands Brandenburg 2017 „WORT & WIRKUNG. Luther und die Reformation in Brandenburg“ integriert.

Die Sonderausstellung ist bis 5. November 2017 geöffnet.

Am 22. April 2017 fand in Görlitz die 280. Mitgliederversammlung der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften statt. Nach vierjähriger Amtszeit standen turnusgemäß Neuwahlen des Präsidiums an. Dr. Lars- Arne Dannenberg wurde zum dritten Mal in Folge zum Vizepräsidenten gewählt. Zu seinen Aufgaben gehört u.a. die Organisation der Tagungen und Veranstaltungen sowie die Herausgabe und redaktionelle Betreuung der Prublikationen der Gesellschaft.

Am 22. April 2017 eröffnet die vom ZKG konzipierte und kuratierte Ausstellung „Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal. 500 Jahre evangelisches Leben in Mühlberg“. Die Sonderausstellung schlägt den Bogen von der Reformation bis in die Gegenwart und spart brisante Themen nicht aus. So zeigt sie eindrücklich die Auseinandersetzungen während der Reformationszeit über die Epoche der Konfessionalisierung bis zur Verfolgung der Christen in der DDR und vermittelt auf diese Weise höchst spannende Einsichten aus der örtlichen Perspektive.

Die Ausstellung gehört zu den Leitausstellungen des vom Kulturland Brandenburg ausgerufenen Themenjahres „Wort&Wirkung. Luther und Reformation in Brandenburg“.

Sie wird am 22. April 2017, um 15.00 Uhr im Beisein des Landrats des Landkreises Elbe-Elster, Christian Heinrich-Jaschinski, sowie der Geschäftsführerin Kulturland Brandenburg Brigitte Faber-Schmidt eröffnet.

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