Aufgrund der Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 verlor Sachsen fast zwei Drittel seines Territoriums. Formal sollte König Friedrich August I. von Sachsen von den europäischen Großmächten für seine Bündnistreue zu Napoleon bestraft werden. Aber auch Teile des sächsischen Adels waren mit der zögerlichen Haltung des Monarchen unzufrieden. Sie schwankten zwischen reichsdeutschem Patriotismus und Vaterlandsliebe zur sächsischen Heimat. Die Ausstellung nimmt aber nicht lediglich die Mentalitäten in den Blick, sondern widmet sich den unterschiedlichen Wegen und Positionierungen des Adels nach 1815. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der eigentlich ganz Sachsen in Besitz nehmen wollte, musste sich schließlich nur mit einem Teil des Landes zufrieden geben. Die willkürlich gezogene Grenzlinie zerriss nicht nur Sachsen, sondern trennte auch viele Familien.

Am Beispiel des sächsischen Adels sollen in dieser Ausstellung die Konflikte und Auseinandersetzungen um die Landesteilung erzählt werden. Die Adligen in der Staatsverwaltung und in der Armee mussten sich für oder gegen Preußen entscheiden. Sie waren Handelnde und Betroffene zugleich. Reformer und Königstreue stritten sich um das Schicksal des Landes.

Die Sonderschau in Schloss Nossen wurde von Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath vom Zentrum für Kultur//Geschichte konzipiert.

Die Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 26. April 2015 um 15 Uhr in Nossen wird mit einem einführenden Vortrag und einer Sonderführung der Kuratoren verbunden sein.

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