Christian Gottlieb Priebers Leben (1697-1744/45) war ein einziges Abenteuer! Prieber stammte aus Zittau, heiratete die Tochter des angesehenen Gymnasialdirektors Gottfried Hoffmann, wodurch er Teil des Mättig-Netzwerks wurde. Nach dem Jura-Studium in Leipzig kehrte er in seine Heimatstadt zurück. Als Advokat war er mitunter in skurrile Fälle verwickelt, wie im Traum erschienenen Mordzeugen, Ehrverletzungen, Verleumdungen, Unzucht und Hurerei. Schließlich flüchtete er sich nach Nordamerika und ließ Frau und Kindern zurück. In Amerika lebte er unter den Cherokee-Indianern, die ihn adoptierten und deren Frauen er heiratete. Als er die Indianer gegen die Briten aufwiegelte, wurde er gefangen genommen und im Fort Frederica auf St. Simon’s-Island eingesperrt. Kurz darauf brannte das Fort nieder. Von da an verlieren sich seine Spuren …

Geblieben sind aber seine sozialutopischen Schriften, die sich sogar in der Bibliothek Thomas Jeffersons, einer der Gründerväter der USA, befanden. John Jeremiah Sullivan, ein bekannter Journalist in den USA, der derzeit eine umfangreiche Biografie Pribers – so der anglisierte Nachname – schreibt, ist überzeugt davon, dass Priebers Sozialutopien Karl Marx als Vorlage für sein kommunistisches Gesellschaftsmodell dienten. Genügend Stoff also für einen Film. Die Filmrechte sind bereits nach Hollywood verkauft. Im Vorfeld waren umfangreiche Recherchen nötig. Da in Zittau nahezu sämtliche Hinweise beim großen Stadtbrand 1757 verloren gegangen sind, mussten andere Spuren verfolgt werden. Mit einigen Recherchen wurde Dr. Lars-Arne Dannenberg beauftragt. Zu Leben und Wirken Priebers entsteht derzeit ein Dokumentarfilm.

 

Foto: Dr. Lars-Arne Dannenberg während der Dreharbeiten mit Robert Beske von Shrine-Production.

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