Am 22. April 2017 wurde die Sonderausstellung „Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal. 500 Jahre evangelisches Leben in Mühlberg“ im Museum Mühlberg 1547 eröffnet. Die Ausstellung ist – aus Anlass des Reformationsjubiläums - der Reformation in Mühlberg und den Wechselwirkungen kirchlichen Lebens vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart gewidmet. Zur Vorbereitung sichteten Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath, die als Kuratoren das Ausstellungsvorhaben betreuten, Archivalien im Hauptstaatsarchiv Dresden, in der SLUB Dresden, im Stadtarchiv Mühlberg und im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Mühlberg. Zu ihren Neuentdeckungen gehört u.a. die älteste Stadtansicht Mühlbergs. Sie wurde 1575 auf einer Papierrolle gezeichnet, mit der der Dresdner Hof eine Reise Kurfürst Augusts von Sachsen zum Kurfürstentag 1575 in Regensburg dokumentierte. Die Ausstellung berichtet auch über die Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Mühlberg, etwa über den Kampf gegen die Kirche in den frühen Jahren der DDR (Verhaftung und Geheimprozess gegen den Mühlberger Pfarrer Ernst-August Ide), die Beteiligung der Christen an der Friedlichen Revolution 1989/90 und die Beteiligung evangelischer und katholischer Christen am öffentlichen Leben in Mühlberg heute.

Zur Ausstellungseröffnung sprachen Landrat Christian Heinrich-Jaschinski sowie Brigitte Faber-Schmidt, die Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg. Die Ausstellung ist in das Veranstaltungsprogramm des Kulturlands Brandenburg 2017 „WORT & WIRKUNG. Luther und die Reformation in Brandenburg“ integriert.

Die Sonderausstellung ist bis 5. November 2017 geöffnet.